Die Geschichte des Sports
Der Sport im Allgemeinen und der Wassersport im Besonderen können auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Die wohl ältesten Hinweise auf solch körperliche Ertüchtigung werden ausgerechnet dort gefunden, wo es heute kaum Wasser gibt: in der Sahara. Etwa 8000 Jahre alte Felsenmalereien zeigen Schwimmer, die eine Art Brustschwimmzug machen. In späteren Hochkulturen belegen zahlreiche Quellen die Bedeutung sportlicher Betätigung. Im antiken Griechenland erreicht der Sport eine bis dahin nie dagewesene Popularität und die Sportler wurden zu gefeierten Stars. Mit der Einführung der Olympischen Spiele wird 776 v. Chr. ein sportliches Großereignis geschaffen, das noch heute Menschen in aller Welt begeistert. Griechische Ärzte beschäftigen sich schon damals mit den positiven Auswirkungen sportlicher Betätigung auf die Gesundheit.
Schwimmen zählt in der Antike nicht zu den Bewerben der olympischen Spiele, doch nahezu jeder beherrscht es, da viele Städte an der Küste liegen. Es gehört zu guter Bildung einfach dazu. Wenn sich Griechen oder Römer über einen ungebildeten Menschen lustig machen, heißt es: „Der kann ja weder lesen noch schwimmen!“. Römische Soldaten sind besonders gute Schwimmer, denn sie beherrschen es sogar in schwerer Rüstung.
Im Mittelalter jedoch kann kaum jemand schwimmen, findet man es doch schlicht unpassend, nur spärlich bekleidet zu sein. Dazu kommen unzählige Geschichten über Seeungeheuer, die dazu führen, dass man diese Art der körperlichen Ertüchtigung lieber bleiben lässt.
Der Terminus „Sport“, wie er heute verwendet wird, wird erst im 19. Jahrhundert in England geboren und verbreitet sich von dort aus über Europa und die ganze Welt. Welche Popularität der Sport in jener Zeit erlangt, zeigt sich im Jahr 1896 bei der Austragung der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit.
Eine der olympischen Disziplinen ist Rudern, das als Sportart seinen Ursprung im England des 18. Jahrhunderts hat. 1715 findet dort das erste moderne Wettrudern statt, Rudern zählt damit zu den ältesten Mannschaftssportarten der Welt.
Ebenso im 18. Jahrhundert wird in Irland der erste Segelclub eröffnet. Die erste Regatta wird 1749 vom Prince of Wales ins Leben gerufen. Lange Zeit ist der Segelsport aufgrund seines Kostenaufwands ein teures Hobby und damit der Elite vorbehalten. Der deutsche Kaiser Wilhelm II nimmt im Jahr 1891 an der Kieler Woche teil und segelt mit seiner Yacht Meteor mit Konkurrenten aus aller Welt um die Wette. Unter diesen befinden sich beinahe ausschließlich Aristokraten und neureiche Bürger. Mit der Zeit wird Segeln immer beliebter. Der Trend geht zum Breitensport, die Boote werden günstiger und somit auch für andere Gesellschaftsschichten erschwinglich.
Und auch das Surfen hat bereits eine lange Geschichte hinter sich. Wer glaubt, dies sei ein Sport des 20. Jahrhunderts ist, irrt gewaltig. Die Ursprünge werden den Polynesiern zugeschrieben. Höhlenmalereien aus dem 12. Jahrhundert zeigen bereits Menschen, die auf Wellen über das Wasser gleiten. Im Zuge ihrer Seefahrten bringen sie das Surfen um 1720 nach Hawaii und sorgen so für die Ausbreitung dieses Sports. In Europa beginnt die dokumentierte Geschichte erst Mitte der 1950er Jahre in Frankreich. Bis heute haben sich unterschiedlichste Arten des Surfens entwickelt, wie beispielsweise das Kite-Surfen, das am Traunsee besonders gerne praktiziert wird.
Hier an der Esplanade lassen sich viele Wassersportarten ausprobieren, manche sogar unter fachmännischer Anleitung. Lassen Sie sich doch einmal auf etwas Neues ein! Im Tourismusbüro erhalten Sie alle nötigen Informationen.