Kreuzrippengotik
Das Innere der Kirche
In der Pfarrkirche von Altmünster erleben wir eine Architekturreise von über 1200 Jahren. Von den Anfängen in der Romanik, von der nur mehr der Turm erhalten ist, über das spätgotische Kirchenschiff und ein wenig Renaissance bis zum Chor mit seinem prachtvollen Hochaltar.
Das Langhaus, eine spätgotische Hallenkirche aus dem späten 15. Jahrhundert, ist an den drei gleich hohen Schiffen erkenntlich. Das Sternrippengewölbe, typisch für die Spätgotik, ist die Weiterentwicklung des Kreuzrippengewölbes, das auf Basis eines geometrischen Systems in der Gotik zu immer detaillierteren Formen ausgeformt wird. Die zusammenlaufenden Kreuzrippen treffen im zentralen Punkt des Gewölbes als Stern aufeinander, markiert durch einen Schlussstein.
Die spätgotische Innenarchitektur der Pfarrkirche Altmünster zeichnet sich durch ein bewegtes, dynamisch wirkendes Sternrippengewölbe ab, das durch zwei sich kreuzende gewellte Rippen an die sanften Wellen des Traunsees erinnert.
Auch die Vorhalle, die zwischen der Annakapelle und der Allerheiligenkapelle mit ihrem kostbaren Renaissancealtar liegt, ist durch die Gotik geprägt.
Westlich der Vorhalle beeindruckt die Beichtkapelle, ursprünglich die Anna- oder Totenkapelle, mit einer Reihe von Beichtstühlen. Als besondere Attraktion befindet sich hier die berühmte Schwanthaler Krippe, die allerdings, außer in der Weihnachtszeit, nicht öffentlich zugänglich ist.
Die Gotik bestimmt, bis auf den barocken Chor, den Gesamteindruck der Pfarrkirche. Leider sind von den originalen gotischen Glasfenstern nur mehr spärliche Reste erhalten, sie geben aber trotzdem immer noch eine Vorstellung von der Lichtwirkung, die das Kirchenschiff im Mittelalter in einen mystischen Farbraum verwandelte.
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