Villa Rustica

Villa Rustica

Alltag auf einem römischen Landgut

Neben dem römischen Grabstein gibt es in Altmünster noch einen Fund aus der Römerzeit:
Die Fundamente einer Villa Rustica werden ausgegraben, allerdings sind die Überreste sehr spärlich und nicht präsentierbar.

Einen guten Einblick, wie der damalige Alltag auf einem römischen Landgut, einer Villa Rustica ausgesehen haben könnte, gibt das ursprünglich aus Karthago stammende Dominus-Julius-Mosaik.

Im Wechsel der Jahreszeiten wirft das Landgut reiche Erträge ab. In der Mitte des Mosaiks ist die beeindruckende Villa selbst zu sehen, wehrhaft umgeben von einer Umfassungsmauer und Ecktürmen. Über die ganze Breite der Front verläuft ein Arkadengang,
der im Sommer Schatten spendet und im Winter die Wärme der tiefstehenden Sonne auffängt.
Die private Badeanlage der Villa befindet sich in den vier überkuppelten Bauten.

Um das zentrale Motiv der Villa reihen sich unterschiedliche Szenen mit Sklaven, die dem Herrn des Landgutes eine Schriftrolle und landwirtschaftliche Produkte überbringen: Enten, Oliven und ein Lamm, der Herrin Rosen und Fische. Unmittelbar daneben überwacht der Gutsbesitzer die Arbeit im Weinberg.

Das wiederholte Motiv des Überreichens unterstreicht, dass nicht nur die Sklaven, sondern alle Erzeugnisse, die sie erwirtschaften, in das Eigentum der Besitzer übergehen.

Insgesamt stellt das Mosaik natürlich nicht die Realität, sondern ein idealisiertes, prestigereiches Leben zur Schau. Teures Wildbret und Geflügel stehen für Luxus und Überfluss im Wechsel der Jahreszeiten.

Gut dokumentiert ist die Villa Rustica in Weyregg am Attersee, eines von vielen Landgütern, die während der Römerzeit in Noricum existieren. Es ist das bedeutendste Bauwerk der Römer am Attersee.

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