Landesklinikum Mauer von Quality Austria als 5-Sterne-Unternehmen ausgezeichnet
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Ausgabe 02

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Landesklinikum Mauer wurde von Quality Austria

als 5 Sterne Unternehmen ausgezeichnet

 

MAUER. Im Rahmen der Veranstaltung „Quality Austria Winners Conference und Verleihung Staatspreis Unternehmensqualität 2019“ wurde das Landesklinikum Mauer am Mittwoch, den 5. Juni 2019 im Studio 44 in Wien als exzellentes Unternehmen Österreichs 2019 im Bereich Unternehmensqualität gewürdigt. „Ich gratuliere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Landesklinikum Mauer und freue mich, dass das Engagement jedes Einzelnen nun auch von der Quality Austria ausgezeichnet wurde“, betont LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf.

 

Bei dieser hochkarätigen Veranstaltung der Quality Austria, unter Beteiligung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, wurden exzellente Unternehmen aus einem bunten Branchenmix und unterschiedlichsten Organisationsgrößen eingeladen. Das Landesklinikum Mauer hat es bereits bei der ersten Teilnahme geschafft, die höchstmögliche Einstufung „Recognised for Excellence 5 Star – 2019“ zu erreichen.

„Das im Landesklinikum Mauer angewendete „EFQM Excellence-Modell“ ermöglicht den ganzheitlichen Einblick in die Zusammenhänge zwischen dem was eine Organisation tut und den daraus erzielten Ergebnissen. Dies ist im Hinblick auf konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie, Einbindung der Mitarbeiter und Weiterentwicklung des Unternehmens erforderlich“, so Dr. Markus Klamminger, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding. Dieses EFQM-Modell ist international anerkannt, weit verbreitet und wird in Europa bei über 30.000 Organisationen angewendet.

Das Klinikum präsentierte sich im Assessment, laut den externen Assessoren der Quality Austria, als eine außergewöhnliche Organisation mit hervorragender operativer „Excellence“ in allen Kern- und Dienstleistungsprozessen. Die Assessoren stellten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein extrem kompetentes und engagiertes tägliches Tun und außerordentliche Kreativität und Kommunikation in der Zusammenarbeit aus, sowohl intern (berufsgruppenübergreifend) als auch extern mit strategisch wichtigen Partnern im Behandlungsprozess.  Der Beitrag, für die Gesellschaft im Allgemeinen und für Patienteninnen und Patienten im Besonderen, nimmt aus Sicht der Assessoren einen bemerkenswerten Stellenwert ein. Das Landesklinikum Mauer trägt daher wesentlich zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen bei und ist richtungsweisend in Sachen Menschlichkeit und humanistischer Denkweise. „Die Bewertung als exzellentes Unternehmen auf 5 Sterne Niveau ist ein wei­terer Meilenstein in Richtung innovatives und modernes Kompetenzzentrum für seelische und körperliche Ge­sundheit auf europäischem ­Spitzenniveau“ freut sich die Klinikleitung des Landes­klinikum Mauer über die hervorragende Auszeichnung durch die Quality Austria und das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.                                                                                                    

 

Text: PR

 

Exzellentes Unternehmen!

 

Das Landesklinikum Mauer ist ein exzellentes Unternehmen! ... das beurkundete die Quality Austria und das Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort dem Landesklinikum Mauer am 5. Juni 2019 im Rahmen der Winners Conference und Verleihung Staatspreis Unternehmensqualität im Studio 44 in Wien.

 

 

„Die Bewertung als exzellentes Unternehmen auf dem 5 Sterne Niveau, ist ein weiterer Meilenstein in Richtung modernes und innovatives Kompetenzzentrum für geistige und seelische Gesundheit auf europäischen Spitzenniveau.“ freut sich die Klinikleitung über die hervorragende Auszeichnung.

Die Verleihung der Urkunde „Recognised for Excellence 5 Star“ ist Ergebnis einer und unermüdlichen Aufbauarbeit im Qualitäts- und Risikomanagement. Seit über zehn Jahren setzt das Qualitätsmanagement unter der Leitung des stellvertretenden Pflegedirektors Johann Schoder ein integriertes Qualitätsmanagementsystem um und verbessert dieses stetig. Neben der Anwendung von ISO-Standards für Umweltmanagement und Qualitätsmanagement wurde nach Vorgabe der NÖ Landeskliniken Holding das EFQM-Qualitätsmanagementmodell im Landesklinikum Mauer im Jahr 2008 implementiert. Das EFQM Modell ist ein international anerkanntes Verfahren um Vorgehensweisen und Maßnahmen zu planen und deren Ergebnisse feststellen zu können. Ziel der Anwendung des EFQM Modells ist es, eine hohe Unternehmensqualität zu erreichen. Organisationen mit hoher Unternehmensqualität sind lt. European Foundation for Quality Management (EFQM) nachweislich dauerhaft erfolgreich.

Die Unternehmensqualität wir anhand eines Punktebewertungssystems gemessen. Bei der ersten Punktebewertung 2012 lag das Landesklinikum Mauer bei 317 Punkten. Über einen zweijährigen Zyklus aus Datensammlung, Selbstbewertung, Zielpriorisierung, Projektumsetzung und Projektassessment konnte sich das Landesklinikum Mauer in seinen Leistungen zunehmen verbessern. 2018 fand der sechste Zyklus im EFQM-Modell statt und das Landesklinikum Mauer erreichte dabei 466 Punkte. Dieser positive Trend veranlasste die Klinikleitung, das Landesklinikum Mauer einem nationalen und internationalen Vergleich zu stellen. Mit der Staatspreisbewerbung Unternehmensqualität durch die Quality Austria, unter Beteiligung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, wurde eine umfassende Prüfung der eingesetzten Qualitätsmanagementinstrumente des Landesklinikum Mauer initiiert. Von externen unabhängigen Assessoren, Experten aus Wirtschafts- und Gesundheitsbereich, wurden die Strategie und ihre operative Umsetzung evaluiert. Sowohl die klinikinternen relevanten Dokumentationen als auch die konkreten Projekte und Bereiche im Landesklinikum­Mauer wurden von den Assessoren der Quality Austria im Rahmen des Site-Visits am 9. und 10. April 2019 einge­sehen und beurteilt.

Am Beginn des zweitägigen Site Visit führte die Kollegiale Führung, im Beisein von Regionalmanager

Dr. Andreas Krauter, die strategischen Ziele das Landesklinikum Mauer als Kompetenzzentrum für seelische und körperliche Gesundheitsversorgung aus. Eingebettet in die Zielelandkarte der NÖ Landeskliniken Holding stellt das Landesklinikum Mauer die psychiatrische und neurologische Versorgung für die Region Mostviertel und die Versorgung mit spezialisierten Angeboten für ganz Niederösterreich bzw. bundesweit sicher. Den Assessoren wurde das Landesklinikum Mauer als Kompetenzzentrum europäischen Formats, für spezialisierte Behandlung, Betreuung und Therapie auf höchsten Niveau, präsentiert. Als Lehrkrankenhaus, Ausbildungsort und mit Eröffnung des Bildungscampus Mostviertel (2022) wird die Rolle als Kompetenzzentrum weiter gefestigt. Die laufenden Bau- und Renovierungstätigkeiten stellen die bestmöglichen strukturellen Rahmenbedingungen dafür sicher. Managementperspektiven auf relevante Stakeholder sowie die Diskussion relevanter Steuerungskennzahlen mit Regionalmanagement und Kollegialer Führung fanden abschließend statt. Danach begaben sich die Assessoren in die gelebte Praxis des Landesklinikum Mauer um dort die Leistungen einzusehen. Die im Site Visit evaluierten Projekte und Bereiche werden hier zusammenfassend vorgestellt:

Innovativ und auf höchstem wissenschaftlichen Niveau kann das Projekt „Behandlungsleitlinien für Patienten mit strukturellen Störungen“ der Abteilung für Stationäre Psychotherapie, Haus 17, umrissen werden. Im Assessement präsentierte OA Dr. Thessa Thomanek mit Unterstützung durch die Abteilungsleiterin Prim. Heigl-Steinhauser, der Stationsleitung DGKP Leopoldine Winninger und DKGP Elke Wallner das gemeinsam erarbeitete Behandlungskonzept zur Behandlung von Menschen mit strukturellen Störungen. Vom berufsübergreifenden gemeinsamen Erlernen der OPD (Operationalisierte psychodynamische Diagnostik) über den Prozess der Entwicklung einer vereinten therapeutischen Haltung sowie verknüpften Grundannahmen über den Patienten und schließlich der multiprofessionellen Erarbeitung und Verschriftlichung des Behandlungskonzepts bis hin zur konkreten gelebten effizienten und berufsgruppenübergreifenden Behandlung von Menschen mit strukturellen Störungen. Dabei wurde auch die digitale Dokumentation in der Patientenakte geschaffen. Das Behandlungs- und Therapiekonzept ist auf die (Wieder-)Herstellung bzw. Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit und die Steigerung der Lebensqualität ausgerichtet – durch die hohe wissenschaftliche und praktische Expertise ist diese Abteilung wesentlicher Baustein eines innovativen und modernen im Kompetenzzentrum für Menschen psychischen Beeinträchtigungen.

Abteilungsleiter Prim. Dr. Karl Ableidinger, Mag. Claudia Sitz, Simone Schmutz, BA, MA und Stationsleiter DGKP Johannes Stiefelbauer präsentierten, wie Bauvorhaben nicht nur architektonisch, sondern inhaltlich gelingen können. Die Expertise der Abteilungsmitarbeiterinnen sowie die vorausschauende Entwicklung von state-of-the-art Behandlungskonzepten waren Grundlage für den 2017 offiziell eröffneten Neubau. Die hochmoderne bestens ausgestattete Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie bietet in einzelnen Wohngruppen Platz für 30 Betten und 6 Tagesklinik-Plätze. Die einzelnen Wohngruppen verfügen über 1- bis 2-Bettzimmer sowie Aufenthaltsraum mit Küchenzeile. Die Zimmer sind kindgerecht gestaltet und bieten viel Platz. Jeder Wohngruppe, als auch den Therapieräumlichkeiten, sind unterschiedlich große Gärten zugeordnet um vielfältige Aktivitäten für Spiel und Sport anzubieten. Mit dem Neubau wurde nicht nur eine den Bedürfnissen der Zielgruppen entsprechende Gruppenstruktur, sondern auch die Möglichkeit der somatischen Monitorisierung und der Quarantäne in der Intensivgruppe geschaffen. Im EFQM-Site Visit wurde die hochspezialisierte Behandlung und Therapie insbesondere anhand des multiprofessionellen Fallführungskonzept, des berufsgruppenübergreifenden Terminplaner, der Übersicht über die multiprofessionellen Abläufe und der digitalen Dokumentation aufgezeigt. Deutlich wurde auch, dass mit der Tagesklinik und Eltern-Kind Einheit darüber hinaus eine bisherige Versorgungslücke geschlossen wurde.

DPGKP Gerhard Leonhartsberger,MSc,MBA, Mag. (FH) Michaela Schwandl, DGKP Reinhard Zehetner und DGKP Helmut Lutz erläuterten dem Assessorenteam die Entwicklung und die Aufgaben des Kompetenzteams rund um das Thema Sicherheit und Deeskalation. Dieses Team aus ausgebildeten TrainerInnen für Deeskalation und Sicherheitsmanagement vermittelt in Deeskalationstrainings den MitarbeiterInnen im Landesklinikum Mauer umfassende theoretische und praktische Erkenntnisse im Umgang mit Aggression und Gewalt. Es geht darum einen konstruk­tiven Umgang mit Aggression und Gewalt zu schaffen, um die Betreuungsqualität und die MitarbeiterInnenzufriedenheit u./-sicherheit zu steigern. Es wurden im Assessment auch die Deeskalationsrichtlinien in Standardabläufen des Hauses und die digitale Erfassung der Aggressionsereignisse sowie die regelmäßige Analyse, Auswertung sowie Reporting erläutert. Das Landesklinikum Mauer ist mit seinen Expertinnen und Experten für Deeskalation Vorreiter in der Weiterentwicklung des Themenschwerpunktes im Sinne einer gesamtheitlichen Betrachtung von Notfallszenarien (inkl. Einbindung externen Partner und Blaulichtorganisationen).

Mit der Entwicklung und Umsetzung der Virtuellen Ambulanz ist des Prim. Dr. Korbel und seinem Team gelungen, den Erstkontakt und die Vorbereitung der professionellen Versorgung an der Abteilung für Suchterkrankungen unkompliziert und wohnortnah zu ermöglichen.   

Prim. Dr. Christian Korbel, Frau OA Dr. Klecha, Stationsleiter DKGP Manfred Schrammel und DGKP Klemens Fehringer berichteten im Assessment, dass in Zusammenarbeit mit der Suchtberatungsstellen mit der Alkohol- und Drogentherapieeinrichtung der Übergang für Betroffene in das Landesklinikum Mauer mit der Virtuellen Ambulanz wesentlich erleichtert wurde. Die Suchtberatungsstellen in Wohnortnähe nehmen die Patientendaten in Formular auf und senden diese per gesicherter Datenleitung an das Landesklinikum Mauer. Anhand dieser Unterlagen werden durch die Abteilung Termine für die Videokonferenz vergeben. Die Videokonferenz bietet Betroffenen die Möglichkeit, den zukünftigen Arzt kennen zu lernen und vorab relevante Fragen zu klären. Mit diesem innovativen Projekt wurde nicht nur im Rahmen des EFQM-Assessemnts die Jury begeistert. Auch beim „Forum Digitalisierung“ 2019 in Anwesenheit von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesamtsdirektor Werner Trock im Rahmen des Wettbewerbs „digi contest“ ging dieses Projekt als Gewinner hervor!

Für die Schmerztherapie der Neurologischen Abteilung unter der Leitung von Frau Prim. Univ. Prof. DDr. Susanne Asenbaum-Nan, MSc, MBAwar eine externe Auditierung nichts Neues, denn die Schmerztherapie ist seit 2011 nach ISO 9001 zertifiziert und unterzieht sich regelmäßig externen Audits.

Frau Prim. Univ. Prof. DDr. Susanne Asenbaum-Nan, MSc, MBA, Frau OA Dr. Astrid Kainz, Stationsleitung DKGP Eva Lagler DKPB Josef Grabner berichteten den externen Assessoren über Therapiekonzepte und -prozesse, die gemeinsam im interdisziplinären Team definiert wurden um durchgängigen Behandlungspfade anzubieten. Auch die Messung des Therapieerfolges anhand anerkannter objektiver Methoden (VAS) ist seit Jahren eingeführt und zeigt den hohen Behandlungserfolg der Schmerztherapie auf. Schmerzen der Patientinnen und Patienten werden nachweislich nachhaltig gelindert. So erfreut sich die Abteilung über sehr positive Patientenrückmeldungen und sehr hohe Zufriedenheit mit der spezialisierten Dienstleistung Schmerztherapie.

Die zukunftsweisende Rolle des Bildungscampus am Landesklinikum Mauer, erläuterte Herr Dir. Christian Anders, MSc gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor Dipl. KH-BW Robert Danner, MBA, MSc. Am Standort werden alle derzeit möglichen Grundausbildungen und anfragebezogene Spezialausbildungen für Pflegeberufe entsprechend dem Bedarf der Praxis angeboten. Einen besonderen Stellenwert hat dabei auch der sogenannte „Dritte Lernort“, der schon jetzt als Lern- und Trainingszentrum interdisziplinär für alle Gesundheitsberufe zur Verfügung steht. So gelingt es auch weiterhin potentielle Fachkräfte im Mostviertel aus- bzw. weiterzubilden und an die Region zu binden. Ziel ist es, Bildungs- und Berufsabwanderung (Grenzregion OÖ) zu verhindern und zukunftsorientiert die höchstmögliche Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten, sowie deren Angehörigen und Familien, bzw. sozialen Netzwerken über eine moderne und evidenzbasierte Ausbildung von Fachkräften

vor Ort sicherzustellen. Aktuell leitet Direktor Christian Anders, MSc beide Schulstandorte in Amstetten und Mauer. Die Eröffnung des hochmodernen Campus am Landesklinikum Mauer wird 2022 erfolgen.

Mag. Rainer Mayringer erläutert das umfassende Leistungsspektrum der Klinischen Psychologie im Landesklinikum Mauer. Von der klinisch-psychologische Diagnostik über die psychologische Einzel- und Gruppentherapieangebote, wie z.B. Krisen-Paar-Familiengespräche bis hin zu kognitivem Training, Psychoedukation, tiergestützte Therapie, und vieles mehr reicht das jeweilige für die Fachabteilung spezialisierte Angebot. Im Landesklinikum Mauer gestalten Klinische Psychologinnen und Psychologen in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachärzten die konkreten Behandlungs- und Therapiesettings. Insbesondere die Expertise der Klinischen Psychologie des Landesklinikum Mauer in der Fallführung und Umsetzung der Dokumentation war Thema im Assessment.

Die professionellen und standardisierten Leistungen der Klinischen Sozialarbeit in allen klinischen Behandlungsschwerpunkten wurden von Leiterin Mag. (FH) Michael Schwandl vorgesellt. Beim Site Visit durch die externen Assessoren erklärte sie die sozial -diagnostische, -beratende und -begleitende Aufgabe der Klinische Sozialarbeit im interdisziplinären Behandlungsteam. Ein Krankenhausaufenthalt führt zu mögliche Veränderungen der Lebenssituation für Patientinnen bzw. Angehörige in der etwa Probleme bezüglich Wohnen, Arbeit, Finanzen, Versorgung von Kindern und Vieles mehr auftreten können. Frau Mag. (FH) Schwandl zeigte auf, wie mögliche Schritte zur Verbesserung der oftmals belastenden Lebenslage erarbeitet werden. Insbesondere die Kooperation zwischen Klinischer Sozialarbeit und pflegerischem Entlassungsmanagement im Sinne einer bestmöglichen Weiterversorgung der Patientinnen nach dem Krankenhausaufenthalt hat das Assessoren Team beeindruckt.

Frau Dipl. KH-BW Regina Bauer, MBA, Controlling, ­Leiterin Rechnungswesen und Stv. Kfm. Direktorin ermöglichte den Assessoren einen Einblick in die angewandten Management- und Monitoringtools (z.B. Managementinformationssystem, BSC, Zielelandkarte). Auch die ­spezialisierten Controlling- und Steuerungssysteme, die den Besonderheiten einer Sonderkrankenanstalt gerecht werden müssen, wurden im Assessment dargestellt. Die Assessoren merkten an, dass die Steuerung anhand von Kennzahlen hier gelebte Praxis ist. Laut den Assessoren nimmt das Landesklinikum Mauer auch bei der Steuerung eines Unternehmens eine Vorreiterrolle ein.

Harald Höllmüller als Leiter der Personalstelle hat die Erfüllung der Dienstpostenpläne in Abstimmung mit dem Amt der NÖ Landesregierung und den Erfordernissen entsprechend der Vorgaben der Klinikleitung des Landesklinikum Mauer den Assessoren erläutert. Im Speziellen die Kontrolle der Einhaltung der zahlreichen Rahmenvorgaben zu Dienstplanung, Dienstzeit, Ruhezeiten usw. wurden dargestellt. Er berichtete auch über die standardisierten mitarbeiterbezogenen Prozesse von der Einstellung bis zur Pensionierung von Mitarbeitenden (z. B. Aufnahmeverfahren, Fortbildung, Betriebliche Gesundheitsförderung, u.v.m).

Zusammenfassend wurde nach dem Site Visit durch die Quality Austria im Feed Back Bericht festgehalten:

Die Organisation ist in Bezug auf Qualitäts- und Organisationsentwicklung sehr hoch entwickelt. Im Assessment waren die operative Exzellenz aller Mitarbeiter, der Teamspirit und die gegenseitige Wertschätzung beeindruckend. Das Landesklinikum Mauer präsentierte sich als eine außergewöhnliche Organisation mit hervorragender operativer Excellence in allen Kern- und Dienstleistungsprozessen. Wirklich auffällig für ein Klinikum sind die Wertehaltung und der wertschätzende Umgangston in dieser Organisation. Die Mitarbeiter sind extrem kompetent und engagiert im täglichen Tun und außerordentlich kreativ und kommunikativ in der Zusammenarbeit, sowohl intern (berufsgruppenübergreifend) als auch extern mit strategisch wichtigen Partnern im Behandlungsprozess. Der Beitrag, den diese Organisation für die Gesellschaft allgemein und für Patienten/innen im Besonderen leistet, ist aus Sicht der Assessoren sehr bemerkenswert. Das Landesklinikum Mauer trägt sehr wesentlich zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen bei und ist ein role model in Sachen Menschlichkeit und humanistischer Denkweise.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten in der Vorbereitung und in der Durchführung der Staatspreisbewerbung Unternehmensqualität und insbesondere allen Akteuren beim Site Visit.

Dank und Anerkennung möchten wir vor allem jedem Mitarbeitenden der Organisation die/der durch sein professionelles tägliches Tun zum Erfolg dieser Organisation beiträgt, aussprechen.

 

Text: Johann Schoder & Ramona Janeczek