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    Die Büsten der Wissenschafter

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    Erwin Schrödinger

    Nobelpreisträger und Heimkehrer

    Schrödinger wuchs in Wien als Sohn eines katholischen Vaters und einer evangelischen Mutter auf. Nach dem Studium von Mathematik und Physik wurde er am Physikalischen Institut der Universität habilitiert und arbeitete dort mit Exner (Relief 33) und Hasenöhrl (Büste 77) zusammen.

    Nach dem Ersten Weltkrieg folgte er Berufungen nach Jena, Stuttgart und Breslau, war in Zürich, wo zuvor Albert Einstein und Max Laue gelehrt hatten, Professor für Theoretische Physik und wurde 1927 Nachfolger von Max Planck in Berlin. Berühmt wurde er mit der hier eingravierten Schrödinger-Gleichung, die die räumliche und zeitliche Entwicklung des Zustands eines Quantensystems beschreibt und ihrem Autor zur Erklärung der Spektren des Wasserstoffatoms diente.

    Für den Nachweis der Äquivalenz von Wellenmechanik und Quantenmechanik erhielt er 1933 den Physik-Nobelpreis. Im gleichen Jahr verließ Schrödinger als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten Berlin und ging nach England, kehrte 1936 nach Österreich zurück, das er aber wegen des Anschlusses zwei Jahre später wieder verlassen musste.

    Schrödinger beschäftigte sich weiters mit der Theorie der Farbwahrnehmung und hatte großen Einfluss auf die entstehende Molekularbiologie, indem er biologische Themen physikalisch erklärte. Viele seiner zahlreichen Publikationen wurden mit ihren Gedankenexperimenten zu Klassikern einer anschaulichen Darstellung mikrophysikalischer Phänomene.

    Er ist der einzige von den Nationalsozialisten vertriebene Nobelpreisträger, der nach Österreich zurückkehrte. Schrödinger lehrte von 1956 bis zu seinem Tod nochmals an der Universität Wien.