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    Die Büsten der Wissenschafter

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    Christian Doppler

    Der Mann zum Effekt

    „Die lohnendsten Forschungen sind diejenigen, welche, indem sie den Denker erfreuen, zugleich der Menschheit nützen.“ Das war der Wahlspruch von Christian Doppler. Und man kann sagen, dass er ihn vollkommen erfüllt hat. Seine Entdeckung des nach ihm benannten „Doppler-Effekts“, revolutionierte Anwendungen im Bereich der Medizin, der Astronomie, der Luftfahrt und auf zahlreichen weiteren Gebieten der Technik.

    Christian Doppler wurde 1803 in Salzburg geboren und studierte am Polytechnischen Institut Wien Mathematik und Physik sowie in Salzburg Philosophie. Nach einer Assistentenstelle in Wien nahm er 1835 eine Professur in Prag an, bevor er nach Wien zurückkehrte und hier 1850 erster Direktor des neu eingerichteten physikalischen Instituts und zugleich erster Professor für Experimentalphysik wurde.

    Bereits in Prag veröffentlichte er 1842 sein Hauptwerk: „Über das farbige Licht der Doppelsterne“. Darin sagte er den „Doppler-Effekt“ voraus: Wenn sich der Sender einer beliebigen Welle im Verhältnis zum Empfänger bewege, werde eine Verschiebung der Frequenz bewirkt. Bei Annäherung gelange eine höhere Frequenz, bei Auseinanderbewegung eine tiefere Frequenz zum Empfänger.

    Sicher kennen auch Sie diesen Effekt, etwa aus dem Straßenverkehr. Nähert sich ein Einsatzwagen mit Sirene, scheint sie im Moment des Vorbeifahrens deutlich tiefer zu sein als zuvor.

    Dopplers Erkenntnis liegt heute unter anderem der Geschwindigkeitsmessung von Fahrzeugen per Radar zugrunde, der Ultraschall-Untersuchung in der Medizin, der Luftfahrtsicherung durch Fluglotsen und der Berechnung der Entfernung von Himmelskörpern und ganzen Galaxien. Gerade die moderne Astronomie wäre ohne die Erkenntnisse Dopplers nicht vorstellbar.