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    Büsten von Wissenschafterinnen

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    Berta Karlik

    Die Entdeckerin des letzten Elements

    Berta Karlik wurde am 24. Jänner 1904 in Wien geboren und besuchte das Gymnasium in der Wenzgasse in Wien Hietzing, wo sie 1923 als Klassenbeste maturierte. Im Herbst desselben Jahres begann sie ein Studium der Physik an der Universität Wien, das sie 1927 ebenfalls mit Auszeichnung abschloss.

    Dank eines Stipendiums der International Federation of University Women absolvierte Berta Karlik einen einjährigen Studienaufenthalt in Paris, Cambridge und London, bevor sie 1931 ihre Tätigkeit am Wiener Institut für Radiumforschung begann.

    Zunächst war Berta Karlik lediglich als wissenschaftliche Hilfskraft tätig, habilitierte sich aber im Jahr 1937 und erhielt die „venia legendi“, die Lehrberechtigung für die Universität Wien.

    Obwohl sie nie einer nationalsozialistischen Organisation beigetreten war, konnte Berta Karlik im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen auch nach 1938 ihre Forschungen nicht nur fortführen, sie machte gemeinsam mit ihrer Kollegin Traude Bernert während der Kriegsjahre eine epochale Entdeckung: die beiden Wissenschafterinnen konnten erstmals das Element 85, Astat, in den natürlichen radioaktiven Zerfallsreihen nachweisen. Damit schlossen Karlik und Bernert die letzte Lücke im periodischen System der Elemente.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Berta Karlik die Leitung des Radiuminstitutes in Wien, 1950 wurde sie zur außerordentlichen Professorin und 1956, als erste Frau, zur ordentlichen Professorin für experimentelle Kernphysik ernannt. 1973, ein Jahr vor ihrer Emeritierung, wählte die Akademie der Wissenschaften Berta Karlik wiederum als erste Frau zum vollwertigen Mitglied.

    Berta Karlik starb am 4. Februar 1990 in Wien.