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    Japanischer Garten

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    Das Konzept des Steingartens

    Garten der blauen Meereswellen

    Der japanische Steingarten "Seigaiha Teien" (Japanisch: "Garten der blauen Meereswellen") ist im Karesansui-Stil angelegt und die "Visitenkarte" der Südostasienwissenschaften. Er enthält zahlreiche Andeutungen auf die menschliche Existenz und das ruhig im Meer treibende Schiff Japan. Die Anordnung der Steine spiegelt den Lauf des Wassers wider. Der Wasserfall-Felsen im Hintergrund repräsentiert das Gebirge, dem das Quellwasser entspringt, das zum Fluss anschwellend schließlich ins Meer mündet. Die Schriftzeichen auf den vom Wasser getragenen Kugeln stehen mit "raku" (Vergnügen), "kū" (Leere) und "yume" (Traum) für drei Wesenszustände des menschlichen Ichs im Zen-Buddhismus. Das steinerne Wasserbecken im Vordergrund dient symbolisch zur geistigen und körperlichen Reinigung der BetrachterInnen.
    Alle Materialien wurden aus Japan importiert (weißer Kies der Meeresbrandung aus dem Flussbett des Shirakawa/Kyoto, flache Wellensteine von der Insel Shikoku, drei Mikage-Steinkugeln aus Kobe und der Wasserfall-Felsen vom Berg Ikoma).

    Foto: Der japanische Garten, Entwurfskizze 1999, Abteilung Japanologie, Institut für Ostasienwissenschaften,
    © Universität Wien