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    Denkmal Marpe Lanefesch

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    Ehemalige Spitalssynagoge

    1903 wurde die kleine Synagoge im AKH für PatientInnen jüdischen Glaubens errichtet; im Nationalsozialismus 1938 wurde die Inneneinrichtung verwüstet, aber das Gebäude nicht wie andere Synagogen zerstört und in Brand gesteckt.

    Der Architekt Max Fleischer (1841—1905) hatte Architektur an der Technischen Universität Wien und an der Akademie der bildenden Künste studiert. Er arbeitete im Büro des Architekten Friedrich von Schmidt und war an der Errichtung des Wiener Rathauses beteiligt. Rechts vom Haupteingang in die sogenannte Volkshalle befindet sich seine Büste.

    Er wurde ein bedeutender historistischer Architekt, berühmt für seine zahlreichen Synagogenbauten in der gesamten Monarchie: In Wien errichtete er u.a. die drei neogotischen Synagogen Schmalzhofgasse 3 (Wien 6), Neudeggergasse 12 (Wien 8) und Müllnergasse 21 (Wien 9) – alle 1938 zerstört -, sowie weitere Synagogen in verschiedenen historistischen Stilrichtungen in Budweis, Lundenburg, Krems und Nikolsburg. Mit den gotischen Stilelementen betonte Fleischer die Gleichwertigkeit von Synagogen- und Kirchenbauten und die Integration des Judentums in die bürgerliche Gesellschaft.

    Quelle: 1903, Bautechniker, S. 756
    Foto © gemeinfrei