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    Stift Klosterneuburg

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    Die Schleiermonstranz

    Die ausgesprochen kunstvoll und aufwendig gestaltete Monstranz ist mit einer Höhe von 80cm die größte und prächtigste aller barocken Monstranzen Österreichs. Eine Monstranz ist ein in der katholischen Kirche verwendetes liturgisches Gefäß, das die geweihte Hostie, die den Leib Christi symbolisiert, bei hohen Kirchenfesten den Gläubigen feierlich präsentiert.

    Der Begriff Monstranz leitet sich vom lateinischen Wort „monstrare“ (deutsch: zeigen) ab. Der österreichische Bildhauer Matthias Steinl fertigt den Entwurf zu diesem Meisterwerk an, ausführender Künstler in den Jahren 1710 bis 1714 ist der kaiserliche Kammergoldschmied Johann Baptist Känischbauer von Hohenried.

    Als Werkstoff kommt überwiegend vergoldetes Silber zum Einsatz, zusätzlich Diamanten, Smaragde, Rubine und insgesamt 1395 Perlen. Auftraggeber ist anlässlich des 600-Jahr-Jubiläums der Gründung Klosterneuburgs das Stift selbst.

    Auf der Monstranz ist die Gründungssage des Stiftes Klosterneuburg dargestellt: Markgraf Leopold III., der spätere Heilige Leopold, findet auf der Jagd den etliche Jahre zuvor vom Wind verwehten Schleier seiner Gemahlin Agnes in den Zweigen eines Holunderbaumes. Leopold deutet das als Zeichen Gottes und gelobt die Gründung eines Klosters.