Die Reichskrone auf der Kuppel
Als man 1730 mit den Bauarbeiten zur herrschaftlichen Klosterresidenz Karls VI. in Klosterneuburg beginnt, gehen die Bauarbeiten zunächst schnell voran. Bereits 1735 werden zwei der insgesamt neun geplanten Kuppeln fertiggestellt. Eine davon ist jene über dem Dach der Sala terrena mit der prächtigen Skulptur der Reichskrone.
Die Reichskrone ist die Krone der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches seit dem Hochmittelalter und ist, neben dem Reichskreuz, dem Reichsschwert und der Heiligen Lanze, der wichtigste Teil der Reichskleinodien. Bei der Krönung wird sie zusammen mit dem Zepter und dem Reichsapfel an den neuen König übergeben.
Da die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches, insbesondere die Reichskrone, von der Stadt Nürnberg verwahrt und nur zum Anlass einer Krönung herausgegeben werden, lassen sich einige Herrscher Privatkronen anfertigen, unter denen sie bei offiziellen Anlässen, etwa bei Reichstagen, erscheinen.