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    Stift Klosterneuburg

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    Die Sala terrena

    Ein faszinierender Blick in die Vergangenheit

    Die Sala terrena (zu deutsch: ebenerdiger Saal) des Stiftes Klosterneuburg ist einer der monumentalsten und künstlerisch bedeutendsten profanen Innenräume des mitteleuropäischen Barock.

    Kaiser Karl VI. lässt ab 1730 vom italienischen Architekten Donato Felice d’Allio an die bereits seit dem Mittelalter bestehende Kirche einen gigantischen Palast anbauen. Als der Kaiser 1740 stirbt, wird das ambitionierte Bauvorhaben eingestellt, da seine Tochter und Nachfolgerin Maria-Theresia kein Interesse an einer Weiterführung zeigt.

    Die Sala terrena bietet nun die einzigartige Gelegenheit, hinter die Kulissen eines barocken Bauwerks zu blicken, denn sie befindet sich im Originalzustand des Todesjahres des Kaisers. Soweit die Originalpläne des Architekten d’Allio es verraten, hatte er die Sala terrena als Gartensaal in der Art einer toskanischen Grotte mit Tropfen, Muschelwerk und Brunnen geplant. Und mit Atlanten des italienischen Bildhauers Lorenzo Mattielli. Seit der vollständigen Renovierung 2006 lässt der teilweise mit Hausteinverkleidung versehene Ziegelrohbau die hohe architektonische Qualität erkennen.