Tafelfreuden
Brot und Wein für das Volk
Hatten einmal die Vertreter der politischen Führungsschichten dem neuen Landesherrn ihren Treueeid geschworen, so folgten die Festtafeln. Zunächst speiste das Herrscherpaar, bedient vom höchsten Adel, dann zogen sich die verschiedenen Hofämter und die Abgeordneten der Städte und Märkte zu ihren Festtafeln zurück. Üppig aufgetischt wurde den weit über 300 Festgästen in verschiedenen Räumlichkeiten der Hofburg.
Aber auch für das einfache Volk war der Tag der Erbhuldigung ein Festtag: Am Graben sprudelte aus eigens errichteten Brunnen roter und weißer Wein, dazu wurden Semmeln und Gebratenes unter die Menge geworfen.
Zur Erinnerung an das Ereignis wurden Huldigungspfennige und Geschenke verteilt. So erhielt etwa der Propst von Klosterneuburg anlässlich der Erbhuldigung Maria Theresias ein aus rosa Beryllen gearbeitetes Schmuckset, bestehend aus Brustkreuz und zwei Ringen. Noch heute ist es Glanzstück der Klosterneuburger Schatzkammer.