Der Oberst-Erbland-Mundschenk
Ein adeliges Ehrenamt
Bei der Erbhuldigung wurden Elemente des jahrhundertealten Krönungszeremoniells wieder lebendig. Nur für diese Ereignisse führten Vertreter des hohen Adels symbolisch ihre von Generation zu Generation vererbten Ehrenämter aus, die letztlich auf den mittelalterlichen Hofhaushalt zurückgehen.
Der Oberst-Erbland-Mundschenk war ein Graf von Hardegg. Er hatte das Privileg, auf einem Samtpolster den Erzherzogshut zu tragen und beim Festmahl dem Kaiser das Weinglas zu kredenzen. Der Oberst-Erbland-Truchsess, der die erste Schüssel auf die Tafel des Kaisers stellen durfte, trug den Reichsapfel, der Oberst-Erbland-Kämmerer schließlich das Zepter.
Auf allen Stichen präsent ist außerdem der Oberst-Erbland-Jägermeister. Er führt einen Bluthund – der Schilderung nach an einer grünen Seidenschnur. Dieser Jagdhund durfte sogar dem Hochamt im Stephansdom beiwohnen!