Weißer Stein wird schwarz
Der Stephansdom ist zum größten Teil aus hellem Kalksandstein gebaut. Kalk ist das Bindemittel, das den Stein zusammenhält. Da Kalk in Säure löslich ist, schwemmt saurer Regen den Kalk aus dem Stein heraus. Bei diesem chemischen Prozess entsteht Gips, der am Stein als schwarze Kruste sichtbar wird. Daher sind laufend Renovierungsarbeiten nötig: die Krusten werden abgenommen, der Originalstein gefestigt und ergänzt oder, bei völliger Zerstörung, ersetzt.