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    Stephansdom

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    Das Riesentor

    der Haupteingang

    1443 fördern Grabungsarbeiten für die Fundamente des Nordturmes eine Sensation zu Tage: ein gigantischer Oberschenkelknochen wird gefunden, man hält ihn für die Überreste eines Riesen, der beim Bau der Kirche mitgeholfen haben soll. Sofort wird der Knochen über dem Haupteingang aufgehängt, der Überlieferung nach heißt das Tor ab nun „Riesentor“. Tatsächlich handelt es sich bei dem Fundstück um den Knochen eines Mammuts, heute liegt er im Geologischen Institut der Universität Wien. Der Kochen ist beschriftet: auf der einen Seite prangt die Jahreszahl 1443, auf der anderen der berühmte, bis heute nicht enträtselte Wahlspruch Kaiser Friedrich III „AEIOU“.

    Soviel zur Legende. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Bezeichnung „Riesentor“ auf das mittelhochdeutsche Wort „risen“ zurückgeht, was soviel wie „fallen“ bedeutet. Gemeint ist damit das trichterförmige, nach innen schräg abfallende Portal, das zu beiden Seiten von je sieben Säulen begrenzt wird.