Der Marmor
Für den Bau des Grabmals verwenden die beauftragten Steinmetze verschiedene Marmorsorten. Besonders beliebt ist damals der dunkelrote Adneter Marmor, benannt nach seinem Fundort im kleinen Ort Adnet bei Hallein in Salzburg. Der dunkelrote Stein, aus dem der niederländische Bildhauer Niklas Gerhaert van Leyden die Deckplatte gestaltet, ist eigentlich kein Marmor, sondern Kalkstein. Und zudem äußerst schwer zu bearbeiten: van Leyden braucht volle 5 Jahre für die Fertigstellung des Porträts Friedrichs auf der Deckplatte. Vielleicht hat sich auch Friedrich selbst für Adneter Marmor entschieden: als er 1452 in Rom von Papst Nikolaus V. zum Kaiser gekrönt wird, sieht er die prächtigen Sarkophage aus Rotmarmor von Konstantin dem Großen und seiner Mutter Helena.