Von den Anfängen bis ins Mittelalter
Vom streitbaren Hartneid bis zum Ansturm der Bauern
Als eines der ältesten Gebäude des Salzkammergutes wird Schloss Ort zum ersten Mal im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Wie auf dem Holzschnitt von 1594 gut zu erkennen, ist das Gebäude als einfache, aber solide gebaute Wasserburg ausgeführt, die Arkaden im Innenhof sind bereits vorhanden. Durch einen ringsherum im Wasser angebrachten Wall aus Holzpfählen ist Schloss Ort zur damaligen Zeit nahezu uneinnehmbar.
Bis 1244 herrschen hier die Ritter von Ort, nach einer Phase wechselnder Herrschaften fällt Ort 1483 als ritterliches Lehen an den Habsburgerkaiser Friedrich III. 1595 kauft die Stadt Gmunden, mittlerweile durch den Salzhandel reich geworden, das Schloss. Damit erwirbt Gmunden allerdings auch das Landgericht Ort und die Verpflichtung, für horrende Erhaltungskosten aufzukommen.
Bereits acht Jahre später, 1603, muss der Besitz notgedrungen wieder an die Habsburger verkauft werden. Diese verpfänden wenige Jahre später Oberösterreich, und damit Ort, an Bayern. Als Statthalter wird Adam Graf von Herberstorff eingesetzt, dessen grausame Herrschaft die oberösterreichischen Bauern schließlich zur Revolte drängt. Am 28. Mai 1626 erobern die Bauern zunächst Gmunden, anschließend plündern und brandschatzen sie Schloss Ort. Nur der einsetzende Regen verhindert, dass der Bau bis auf die Grundmauern niederbrennt.