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  • Stefan Fadinger
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    Das Frankenburger Würfelspiel

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    Der Rebell Stefan Fadinger

    Anführer und Charismatiker

    Als der Aufstand der oberösterreichischen Bauern im Mai 1626 losbricht, feiert die bunt zusammengewürfelte Truppe zunächst einige militärische Erfolge. Man erobert Steyr, Freistadt und Wels. Nicht zuletzt dank des fähigen Anführers Stefan Fadinger. Gemeinsam mit Christoph Zeller ist er für die militärische Vorgehensweise verantwortlich und hat den Aufstand von langer Hand geplant.

    Fadinger stammt aus dem oberösterreichischen St. Agatha und ist von Beruf Hutmacher. Er erweist sich zwar als charismatischer und begabter Stratege, führt sein Heer aber auch mit harter Hand. Stets ist er von seiner Leibgarde umgeben. Die militärischen Erfolge der ersten Wochen lassen Fadinger an die Möglichkeit eines Sieges über das bayerisch-habsburgische Heer glauben. Mehr noch: er hält sich schließlich selbst für unverwundbar.

    Und so kommt es, wie es kommen muss. Als Fadinger während der Belagerung von Linz am 28. Juni 1626 langsam die Stadtmauer auf der Suche nach einer Angriffsmöglichkeit entlang reitet, treffen ihn Schüsse. Fadingers Pferd ist auf der Stelle tot, er selbst flüchtet schwer verletzt zu Fuß in sein Hauptquartier nach Ebelsberg. Stefan Fadinger erliegt seinen Verletzungen am 5. Juli 1626. Nach seinem Tod können die aufständischen Bauern keine bedeutenden militärischen Erfolge mehr verbuchen.