Meganeura

Meganeura

Die erste Königin der Lüfte


Die tropischen Sumpfwälder der späten Karbonzeit waren Heimat für viele Arten fliegender Insekten. Die größte und gefährlichste unter ihnen war eine Libelle: Meganeura.  Sie war möglicherweise das größte Fluginsekt der Erdgeschichte.

Man nimmt an, dass der 30 Prozent höhere Sauerstoffgehalt der Erdatmosphäre während der Karbonzeit dafür verantwortlich war, dass speziell Insekten größer wurden als je zuvor und jemals danach.

Ihre Lungen, die Tracheen, lagen außen am Körper, wodurch sie mehr Sauerstoff aufnehmen konnten als Amphibien und Reptilien. Auch erleichterte die höhere Dichte der Luft das Fliegen, die Muskeln arbeiteten effizienter. Und so erlegte Meganeura ihre Beute während des Fluges in der Luft. Sie jagte kleinere Libellen, aber auch andere Insekten und Reptilien.

Ihre knapp 30 cm langen Larven waren ebenfalls bereits gefräßige Räuber. Die Larven lebten in senkrechten Gängen in feuchter Erde. Regelmäßig tauchten sie auf, um nach Spinnen, Insekten und kleinen Amphibien zu suchen. War die Beute einmal gefasst, so wurde sie in die Höhlen zurückgezogen und dort verspeist.

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