Erdgeschichte
Vom Ordovizium zum Devon
Nach dem in Highlight 1 beschriebenen Zeitalter des Kambrium schritt die Evolution im Zeitalter des Ordovizium zunächst nur langsam fort.
Vor 490 - 443 Millionen Jahren befand sich alles Leben im Meer. Es war die Zeit primitiver Korallen, Seegurken, Seesterne und Meeresmuscheln und jene der Arthropoden, besonders der Trilobiten, der urtümlichen Skorpione. Und es tummelten sich erste große Räuber in den Meeren, wie etwa Riesentintenfische von bis zu 10 Metern Länge.
Als Vertreter der Wirbeltiere gab es zu jener Zeit lediglich primitive, kieferlose Fische und an Land entwickelten sich gerade die ersten Schleimpilze und Flechten.
Auch im Zeitalter des Silur vor 443 bis 417 Millionen Jahren gönnte sich die Evolution keine Auszeit. Es herrschten Arthropoden über die Meere, Riesenskorpione unternahmen Ausflüge ans Land, primitive Fische schützten sich mit Panzerung und sehr guten Sinnesorganen vor großen Räubern. An Flüssen und Bächen wuchsen nun Pflanzen und Pilze, die allerdings kaum 10 cm Höhe erreichten.
Im Zeitalter des Devon vor 417 bis 354 Millionen Jahren machte die Evolution dann einen gewaltigen Schritt nach vorne.
An Land formten sich die ersten Wälder, bestehend aus urtümlichen, Archaeopteris genannten Bäumen, die den heutigen Nadelbäumen sehr ähnlich waren. Auch die ersten Wirbeltiere, wie die Amphibie Hynerpeton, erschienen auf der Bildfläche. Im Meer wiederum tauchten drei neue Fischarten auf, die die Regeln im Spiel der Evolution drastisch verändern sollten.
Zunächst die Knorpelfische. Schnell und agil wurden sie zu sehr erfolgreichen Räubern. Ihr berühmtester Vertreter existiert noch heute: der Hai. Dann die Placeodermen, die Panzerfische, zu denen etwa der Superräuber Dunkleosteus gehörte. Und als Verbindungsglied die Knochenfische, die auch im Devon gewaltige Ausmaße erreichten welche die Vorfahren der meisten heute lebenden Fische sind.