Treibhausklima

Treibhausklima

Im Eozän sind die Säugetiere auf dem Siegeszug


Das Eozän, benannt nach Eos, der griechischen Göttin der Morgenröte, begann vor etwa 55 Millionen Jahren. Auf der Erde herrschte ein Treibhausklima mit üppiger Vegetation und dichten Urwäldern.  

Im warmen, tropischen Thetismeer, der heutigen Sahara-Wüste, entwickelten sich die ersten großen Vorfahren der Wale, wie etwa Basilosaurus. Und in den Steppen und Savannen traten die Säugetiere ihren weltweiten Siegeszug an. Es entstanden die Ordnungen der Unpaarhufer, die Vorfahren der Pferde und Nashörner, der Fledertiere, darunter die Fledermäuse, die Nagetiere und die Primaten, aus denen sich alle Affen, Menschenaffen und der Mensch selbst entwickelte.

Zusätzlich brachte das Eozän die größten Landsäugetiere aller Zeiten hervor. Die Vorfahren der Nashörner und Pferde erreichten Größen von bis zu 4 Metern und ein Gewicht von bis zu 15 Tonnen.

Während des gesamten Eozäns waren sowohl Grönland als auch die Antarktis eisfrei. Südamerika, Australien  und die Antarktis waren noch miteinander verbunden und bildeten ein Überbleibsel des einstigen großen Südkontinents Gondwana. Den polaren Meerestrom, der heute die Antarktis umrundet, gab es noch nicht. Stattdessen drang warmes Wasser an den Küsten der Kontinente entlang bis nach Süden vor. Dadurch war das Klima in der Antarktis deutlich milder als heute. Und zwischen Eurasien, Grönland und dem nordamerikanischen Kontinent bestand ebenfalls eine Landbrücke.

Am Ende des Eozäns, vor etwa 36 Millionen Jahren, wurde das Klima schließlich kühler. Der Kontinent Antarktis verschob sich gegen Süden und vereiste. Die warmen Meere und feuchten Urwälder verschwanden.

Die Wissenschaft kennt diese markante Abkühlung, begleitet vom Aussterben vieler urtümlicher Säugetierarten, als „The Great Cut“. Im auf das Eozän folgenden Oligozän entwickelten sich dann die verbleibenden Ursäugetiere zu modernen Säugetieren, so wie wir sie heute kennen.

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