Gefährlicher Sex

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Die Libelle danach


Die Libellen im Zeitalter des Karbons hatten bereits große Ähnlichkeit mit den heutigen Libellen. Während der vergangenen 300 Millionen Jahre gab es beim Körperbau dieser Insekten lediglich eine gravierende Änderung: die Position der Fortpflanzungsorgane.

Während sie bei den Libellen der Karbonzeit am Hinterteil saßen, befinden sie sich bei den heutigen Libellen in der Nähe des Kopfes. Das hat für die heutigen männlichen Libellen den gravierenden Nachteil, dass sich das Risiko während oder nach der Paarung vom weiblichen Partner gefressen zu werden, deutlich erhöht hat.

Evolutionär gesehen muss ein Vorteil in der heutigen Paarungsmethode liegen, da sich sonst der Körper der Libelle kaum verändert hat. Männchen während oder nach der Paarung zu fressen ist evolutionär gesehen, wie bei den Spinnen, wohl ein Vorteil. Der Grund, warum Spinnen und Libellen das Männchen nach der Paarung fressen liegt wohl darin, dass das Männchen sehr viel kleiner ist als das Weibchen und daher in erster Linie als Beutetier angesehen wird.  

Als vor rund 290 Millionen Jahren das Klima der Erde langsam trockener und kühler wurde und die ausgedehnten Tropenwälder verschwanden, schafften es die Libellen, wie die meisten Insekten, sich den Veränderungen anzupassen. Nicht nur das: Sie entwickelten neue, kleinere Arten und wurden sogar noch zahlreicher.

Nicht zuletzt deshalb stellen die Insekten eine der größten Erfolgsgeschichten in der Entwicklung des Lebens dar. Es gibt sie bis heute. Und die ältesten fossilen Insekten, die man fand und die nur wenige Millimeter groß sind, sind über 400 Millionen Jahre alt.

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