Die Kreidezeit
Höhepunkt und Ende der Dinosaurier
Zu keiner anderen Zeit war das tierische Leben auf der Erde so gigantisch wie in der Kreidezeit. Vor 144 Millionen bis 65 Millionen Jahren lebten auf dem heutigen Kontinent Südamerika die größten Tiere aller Zeiten: etwa Argentinosaurus, ein 35 Meter langer Pflanzenfresser und Giganotosaurus, ein über 12 Meter langer Fleischfresser. Auf dem heutigen Kontinent Nordamerika hingegen entwickelte sich der wohl bekannteste und am meisten gefürchtete Dinosaurier: Tyrannosaurus Rex.
In der Kreidezeit herrschte, ebenso wie in der Jurazeit, ein stabil warmes Klima, in dem sich neue Pflanzen entwickeln konnten. Etwa die Blütenpflanzen, so wie wir sie heute kennen.
Mit Aufkommen der Blütenpflanzen, die viele Farngewächse verdrängten, entwickelten sich unter den Insekten auch die ersten Formen der Bestäuber: die Bienen.
Am Ende der Kreidezeit wurde das Klima kälter, Vulkanausbrüche verpesteten die Luft, der Bestand an Dinosauriern ging stark zurück. Die wahre Katastrophe passierte dann vor 65 Millionen Jahren: Ein Asteroid von der Größe des Mount Everest schlug im Golf von Mexiko ein und löschte 40 Prozent allen Lebens auf der Erde aus.
Darunter alle Dinosaurier, Mosasaurier, Ammoniten und Pterosaurier. Dieses Ereignis, auch als K/T Ereignis bekannt, markiert den Übergang von der Kreidezeit ins Zeitalter des Tertiärs. Die Herrschaft der gewaltigen Reptilien war zu Ende. Die bisherigen Nebendarsteller stießen in das Machtvakuum vor und etablierten sich für etwa 65 Millionen Jahre auf dem Thron der Evolutionsgeschichte: Vorhang auf für das Zeitalter der Säugetiere.