Die Ammoniten
Erfolgreiche Schalentiere
Ammoniten waren Schalentiere, die in allen Meeren und Ozeanen lebten. Es gab viele hundert verschiedene Arten, mit einer großen Vielfalt an Formen und Lebensweisen. Eines aber hatten allen Arten gemeinsam: die spiralartige Schale, deren Inneres in mehrere Kammern unterteilt war.
Der Ammonit selbst besetzte nur die äußerste Kammer. Die übrigen Kammern konnten entweder mit Wasser gefüllt werden, um das Absinken zu erleichtern, oder mit Luft, um den Auftrieb zu unterstützen. Indem das Tier das Gleichgewicht zwischen Wasser und Luft regulierte, konnte es sich schwebend im Wasser halten.
Durch diese Lebensweise waren Ammoniten stark eingeschränkt und wurden von der Strömung durchs Meer getrieben. Sie ernährten sich von kleinen Krustentieren, Fischen und Nahrungspartikeln. Aber trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer primitiven Lebensart schafften es die Ammoniten mehr als 335 Millionen Jahren lang auf der Erde zu existieren.
Am Ende der Kreidezeit starben sie ebenso wie die Dinosaurier aus. Und da man häufig versteinerte Ammoniten findet, werden sie, wie die Trilobiten, von Geologen oft als eine Art paläontologisches Messgerät verwendet, um das Alter von Gesteinsschichten zu bestimmen.
Im Mittelalter glaubte man, die spiralförmigen Ammoniten seien Schlangen, die Gott zur Strafe in Stein verwandelt habe. Und so findet man heute immer wieder Fossilien von Ammoniten, in die eifrige Steinmetze des Mittelalters Schlangenköpfe eingemeißelt haben.