Allosaurus
Der Superräuber der Jurazeit
Das größte Raubtier der späten Jurazeit, also vor knapp 200 Millionen Jahren, war der gigantische Allosaurus. Er war ein zweibeiniger, fleischfressender Dinosaurier aus der Gruppe der Theropoden, bewaffnet mit mächtigen Kiefern, langen Zähnen und scharfen Klauen.
Jagte Allosaurus allein, griff er kleine bis mittelgroße Dinosaurier an. Eine Gruppe Allosaurier konnte jedoch auch riesige Dinosaurier wie den pflanzenfressenden, über 25 Meter langen Diplodocus zur Strecke bringen.
Anders als bei einigen späteren Theropodon, wie etwa bei Tyrannosaurus Rex, waren die Kiefer von Allosaurus nicht stark genug, um Knochen zu zermalmen. Daher konnte er nur die Weichteile seiner Beute verzehren und ließ am Ende eines Mahls am Kadaver noch große Mengen Fleisch für Flugsaurier, auch Pterosaurier genannt, kleinere Dinosaurier und andere aasfressende Tiere übrig.
Das vielleicht berühmteste Allosaurus-Fossil trägt den Namen „Big Al“. Es handelt sich um ein vollständig erhaltenes Allosaurier-Skelett, welches in der Morrison Formation in Wyoming gefunden wurde und nun im Museum of the Rockies auf der Montana State University ausgestellt ist. „Big Al“ weist speziell im Bereich der Beine sehr viele Verletzungen auf. Wissenschaftler schließen daraus, dass Allosaurier extrem aggressiv waren und selbst vor einer Auseinandersetzung mit Artgenossen nicht zurückschreckten.