Didelphodon
Säugetiere im Mesozoikum auf dem Siegeszug
Über die Frühgeschichte der Säugetiere ist nur wenig bekannt. Man weiß lediglich, dass sich während des Mesozoikums vor etwa 145 Millionen Jahren die ersten monoträmen, also eierlegenden Vertreter dieser Spezies entwickelten.
Lange Zeit glaubte man, dass die Säugetiere für Jahrmillionen nach ihrem Erscheinen eine unbedeutende Gruppe kleiner, spitzmausartiger, herumstöbernder Allesfresser blieben. Aber vor wenigen Jahren fand man in China hundegroße Säugetiere aus der Kreidezeit. Und einige dieser Säuger dürften offenbar auch kleinere Dinosaurier als Nahrung nicht verschmäht haben.
Die eierlegenden Säugetiere sind heute noch durch das Schnabeltier und den Schnabeligel vertreten. Etwa 15 Millionen Jahre nach den eierlegenden Säugetieren erschienen die Beuteltiere auf der Bildfläche.
Zu diesen gehörte auch Didelphodon. Didelphodon war im Vergleich zu den in der Kreidezeit dominierenden Dinosauriern winzig, mit einem Meter Körpergröße für ein Säugetier seiner Zeit allerdings recht groß. Wie viele Säuger des Mesozoikums war er vermutlich nachtaktiv, um den großen, fleischfressenden Räubern auszuweichen. Als warmblütiges Säugetier war er ständig auf Nahrungssuche und sein Gebiss zeigt, mit vielen unterschiedlichen Zähnen besetzt, dass er ein Aasfresser war.
Die ersten Plazentatiere, also Säugetiere, die den Fötus im Mutterleib mit Sauerstoff und Nährstoffen über die Plazenta versorgen, datieren etwa aus der gleichen Zeit. Die Mehrzahl der heute lebenden Säugetiere gehört zu den Plazentatieren. Demnach evolutionär gesehen, der erfolgreichste Körperbau und das erfolgreichste Fortpflanzungssystem in den letzten Jahrmillionen.