Dunkleosteus
Der Hai-Killer der Devonzeit
Mit einer Länge von fast zehn Metern war Dunkleosteus vor über 360 Millionen Jahren in der Devonzeit der größte Meeresräuber. Der Kopf dieser Fressmaschine war von unbeweglichen Panzerplatten umschlossen, der Körper muskulös und stromlinienförmig, ähnlich der eines Haies. Er jagte überwiegend nach anderen großen Fischen, ja selbst nach Exemplaren seiner eigenen Art.
Das Geheimnis von Dunkleosteus war sein Maul. Die Entwicklung eines beweglichen Unterkiefers war vor etwa 420 Millionen Jahren der Startschuss für den schnellen Aufstieg der Fische zu den Herrschern der Meere.
Dunkleosteus hatte anstelle von Zähnen zwei rasiermesserscharfe Beißplatten aus Knochen, die es scherenartig einsetzte. Die Kiefer waren überaus kräftig. Alles, was dazwischen geriet, hat es sauber in zwei Teile zerlegt.
Dadurch war dieser Fisch in der Lage, andere große Tiere, etwa Haie, mit einer Effizienz zu jagen, zu töten und zu fressen, wie sie kieferlose Lebewesen niemals erreichen konnten. Der Aufstieg der Kiefermäuler fällt mit dem Rückgang vieler anderer wasserbewohnender Lebewesen zusammen, etwa der Trilobiten, der Meeresskorpione und der kieferlosen Fische. Man nimmt an, dass all diese Tiere durch die Kiefermäuler verdrängt wurden.