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Das Kambrium

Ein explosives Zeitalter

Das Kambrium war, im Vergleich zum Präkambrium, ein geologisch relativ kurzer Zeitabschnitt von etwa 50 Millionen Jahren und dauerte von 543 Millionen Jahre bis etwa 490 Millionen Jahre.

Man kennt das Kambrium vor allem aufgrund der sogenannten Kambrischen Explosion, benannt nach der ersten großen evolutionären Kettenreaktion. Viele Raubtiere dieser Zeit begannen Komplexaugen, also deutlich verbesserte Sehorgane, zu entwickeln.

Infolgedessen waren auch die Beutetiere gezwungen, „biologisch aufzurüsten“. Es entwickelten sich viele neue Lebensformen, darunter Haikouichthys. Die Fähigkeit zu sehen mag uns heute selbstverständlich erscheinen, im Kambrium jedoch hat sie eine evolutionäre Explosion ausgelöst.  

Während des Kambriums fand das Leben auf der Erde hauptsächlich in den flachen Meeren an den Rändern der Kontinente statt, denn die Landfläche war noch ein recht ungemütlicher Ort. Gelegentlich sorgten gigantische Unterwasser-Erdrutsche dafür, dass selbst zerbrechlichste Weichtiere als Fossilien erhalten blieben. Daher wissen wir heute recht genau, wie unsere Welt im Kambrium ausgesehen hat.

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