Basilosaurus

Basilosaurus

Ein riesiger Killerwal


In den Meeren des späten Eozäns, vor etwa 40 Millionen Jahren, herrschte Basilosaurus. Als Wissenschaftler die ersten Fossilien fanden, nahmen sie an, die Knochen stammten von einem Dinosaurier. So kam Basilosaurus zu seinem irreführenden Namen. Denn er war, anders als es sein Name vermuten lässt, kein Reptil, sondern ein Säugetier. Basilosaurus gilt heute als der Vorfahre der Wale.

Basilosaurus war von äußerst beeindruckender Gestalt und das größte Säugetier seiner Zeit. Er konnte bis zu 18 Meter lang werden und besaß, wie die heutigen Wale, eine Fluke, also die charakteristische Schwanzflosse. Was er nicht besaß, war ein Blasloch, und so musste er etwa alle 20 Minuten zum Luftholen den Kopf aus dem Wasser strecken.

Basilosaurus jagte alles, was ihm vor sein gefräßiges Maul kam. Dazu zählten Haie ebenso wie kleinere Wale. Da er in den warmen Tropenmeeren des Eozäns beheimatet war, bildete er im Gegensatz zu den heutigen Walen keine Fettschicht aus.

Genau das wurde Basilosaurus zum Verhängnis. Als die Meere mit dem Übergang vom Eozän zum Oligozän vor etwa 36 Millionen Jahren stark abkühlten, war er den tieferen Temperaturen schutzlos ausgeliefert und starb aus.

Das mag der Grund sein, warum Basilosaurus mit keiner heute lebenden Walart direkt verwandt ist. Die Entwicklung des großen, fleischfressenden Meeressäugers, der ausschließlich an warme Gewässer angepasst war, erwies sich als evolutionäre Sackgasse. Basilosaurus‘ Beutetiere hingegen, die kleineren Wale, entwickelten sich im Laufe der folgenden Jahrmillionen zu den heutigen Zahn- und Bartenwalen.

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