Die Landkarte

Die Landkarte

Die Landkarte an der Rückwand des Malerateliers orientiert sich an einem Modell des berühmten Kartographen Nicolaes Visscher, genannt Piscator. Das macht die lateinische Inschrift am oberen Rand der Karte deutlich: „…per nicolaum piscatorem“.

Am linken und am rechten Rand der Karte sind jeweils zehn niederländische Stadtansichten untergebracht. Links Brüssel, Luxemburg, Gent, Bergen, Amsterdam, Namen (Namur), Leeuwarden, Utrecht, Zutphen und Den Haag, auf der rechten Seite Limburg, Nijmegen, Arras, Dordrecht, Middelburg, Antwerpen, Mechelen, Deventer, Groningen und nochmals Brüssel.

Die Falten und Risse der Landkarte erinnern in ihrer auffälligen Verstärkung an die Gebirgszüge und Täler des Landes. Besonders gut sichtbar ist der Knick, der senkrecht in der Mitte der Karte verläuft und vermutlich die Grenze Hollands darstellt. Obwohl der südliche Teil der Niederlande um 1670, dem Zeitpunkt der Entstehung des Gemäldes, weiter in spanischer Hand ist, orientiert sich Vermeer an Visschers Original und zeigt das Land mit allen ursprünglichen 17 Provinzen.

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder.