Andrea Mantegna

Andrea Mantegna

Meister der italienischen Frührenaissance

Andrea Mantegna, geboren 1431 auf der heute nach ihm benannten Isola di Mantegna (früher Isola di Carturo), stammt als Sohn eines Tischlers aus einfachen Verhältnissen. Höchst talentiert, wird er schon im Alter von zehn Jahren in die Malschule von Francesco Squarcione in Padua aufgenommen, wo er sieben Jahre bleibt.

1447 trennt er sich im Streit von seinem Lehrmeister, geht nach Mantua und eröffnet seine eigene Malschule, deren bekanntester Schüler Corregio werden sollte. 1453 heiratet der Maler Nicolosia Bellini, die Schwester Giovanni Bellinis. Rasch erkennt auch der neue Schwager Mantegnas Potential und der Konflikt bleibt nicht aus: durch Bellinis Eifersucht vertrieben, findet der Künstler in Mantua ein neues Schaffenszentrum.

Hier entstehen bedeutende Werke, wie die Gemäldeserie „Der Triumph des Julius Cäsar“. Oder die Fresken der Camera degli Sposi im herzoglichen Palast, wo Mantegna die erste illusionistische Raumdarstellung der italienischen Malerei erschafft. Auch nach seiner Ernennung zum Hofmaler 1460 durch Marchese Luigi III. Gonzaga bleibt Mantegna der Stadt ungeachtet seiner Tätigkeiten in Florenz, Pisa und Rom treu und verhilft Mantua so zu erheblichem künstlerischem Aufschwung.

Andrea Mantegna stirbt 1506 in Mantua und gilt heute neben seinem Schwager Giovanni Bellini als bedeutendster Maler der italienischen Frührenaissance.

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