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    Kunsthistorisches Museum Wien

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    Andrea Mantegna

    Der heilige Sebastian

    Jacobus de Voragine, der Erzbischof von Genua, sammelt im 13. Jahrhundert über 180 Heiligengeschichten und stellt sie zur legenda aurea zusammen. Er ist damit der Schöpfer des populärsten religiösen Volksbuches des Mittelalters. Auch die Legende von Sebastian wird erzählt: Sebastian lebt im 3. Jahrhundert zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian und stammt aus einfachen Verhältnissen.

    Er bringt es mit Fleiß und Einsatz bis zum Hauptmann der kaiserlichen Leibgarde. Als er sich aber öffentlich zum Christentum bekennt, verurteilt ihn sein Dienstherr zum Tode. Das sollen die kaiserlichen Bogenschützen übernehmen. Wie durch ein Wunder überlebt Sebastian, von Pfeilen durchbohrt, und setzt, kaum genesen, seine missionarische Tätigkeit fort. Daraufhin lässt ihn Diokletian erschlagen und den Leichnam in die cloaca maxima, den größten Abwasserkanal Roms, werfen.

    Sebastian wird, so die Legende, von Christen in den Katakomben auf der Via Appia beerdigt. Über diesen Katakomben wird bereits im 4. Jahrhundert die Kirche San Sebastiano errichtet, in der heute die Reliquie eines Fußabdrucks Christi aufbewahrt wird.