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    Hofburg Wien

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    Die Albertina

    Berühmte Sammlung im berühmten Palais

    Highlight 5 unseres Spaziergangs durch und um die Wiener Hofburg ist die Albertina.

    Gemeint ist damit das Palais Erzherzog Albrecht, das sich oben auf der Augustinerbastei befindet. Die Bezeichnung „Albertina“ bürgert sich um 1870 ein und meint zunächst nur die berühmte Grafiksammlung Erzherzog Alberts von Sachsen-Teschen, heute gilt sie zumeist für Sammlung und Palais.

    Die Augustinerbastei wird als Teil der alten Wiener Stadtmauer in den Jahren 1548 bis 1552 errichtet. Knapp 200 Jahre später lässt Kaiserin Maria Theresia das auf der Bastei gelegene Palais für ihren Berater Graf Emanuel Silva-Tarouca (1691-1771) umbauen. Dieses Palais erhalten Schwiegersohn und Tochter der Kaiserin, Herzog Albert von Sachsen-Teschen und Erzherzogin Marie Christine, als sie ihren Posten als Statthalter der österreichischen Niederlande 1792 aufgeben müssen und nach Wien zurückkehren.

    Herzog Albert lässt das Palais in den Jahren 1801 bis 1805 umbauen und schafft Platz für seine bereits umfangreiche Kunstsammlung. Die Entscheidung, eine eigene Sammlung aufzubauen, haben Erzherzogin Marie Christine und Herzog Albert gemeinsam getroffen: 1776 bei einer Bildungsreise durch Italien.

    Nach Herzog Alberts Tod 1822 geht unter seinen Nachfolgern der Ausbau von Palais und Sammlung weiter. Zunächst residiert hier sein Neffe und Adoptivsohn Erzherzog Karl (1771-1847), der die Innenräume mit prächtigem französischem Dekor ausstattet. Anschließend dessen Sohn, Erzherzog Albrecht (1817-1895), der die Fassade des Gebäudes 1867 im Stil des Historismus abändern lässt. Das imposante, in den Jahren 1898 und 1899 errichtete Reiterstandbild ist ebenfalls ihm gewidmet.

    Gleichzeitig wird die Augustinerbastei um 1860 bis auf jenen Teil, der das Palais Erzherzog Albrechts trägt, abgerissen. Anschließend errichtet man die sogenannte Albrechtsrampe, die heute den verbliebenen Teil der Augustinerbastei umschließt. Vorne an der Albrechtsrampe befindet sich der 1869 enthüllte Albrechtsbrunnen (Danubiusbrunnen), oben thront Albrechts Reiterstandbild.

    Da Herzog Albert von Sachsen-Teschen seine Sammlung 1816 testamentarisch zum unteilbaren Eigentum der Habsburger Kaiserfamilie bestimmt, gehen Sammlung und Palais nach Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie 1919 in den Besitz der Republik Österreich über.

    Das Palais beherbergt heute neben der Kunstsammlung Albertina auch die Musikaliensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek sowie das Österreichische Filmmuseum, dessen Eingang sich in der Augustinerstraße befindet.

    Genießen Sie nun die 3 Details zu Highlight 5 „Die Albertina“ und setzen Sie dann Ihren Spaziergang durch und um die Wiener Hofburg fort. Umrunden Sie dazu die Augustinerbastei und folgen Sie dann der Hanuschgasse rechts in den Burggarten. Der Burggarten ist Highlight 5 unseres Spaziergangs durch und um die Wiener Hofburg.