Das Naturhistorische Museum
Wo die Venus von Willendorf zu Hause ist
Den Grundstock für die Sammlungen des Naturhistorischen Museums legt im 18. Jahrhundert der Ehemann von Maria Theresia, Kaiser Franz I. Stephan, mit einer Kollektion aus Korallen, Muscheln und seltenen Edelsteinen.
Im 19. Jahrhundert bringt eine große Brasilien-Expedition Nachschub für die kaiserliche Sammlung. Kaiser Franz I. entsendet sie, als seine Tochter Leopoldine den brasilianischen Thronfolger Dom Pedro heiratet. Edelhölzer, Tiere, Mineralien und Pflanzen, darunter 12.000 Vögel und 24.000 Insekten transportieren die kaiserlichen Forscher aus den Regenwäldern Südamerikas nach Wien.
1871 beginnen die Architekten Carl von Hasenauer und Gottfried Semper zeitgleich den Bau am Naturhistorischen Museum und am gegenüberliegenden Kunsthistorischen Museum. Das Naturhistorische Museum wird 1889 eröffnet und zählt heute mit seinen 30.000 Objekten, darunter die berühmte, steinzeitliche Statue "Venus von Willendorf", zu den größten seiner Art weltweit.