Kaiserstiege und Erzherzogsstiege
Meisterwerke von Gustav Klimt
Die Bauarbeiten am Theater am Ring beginnen 1874 und dauern über 14 Jahre. Nicht zuletzt, weil auch bei der Innenausstattung weder Kosten noch Mühen gescheut werden.
Der bekannte Maler Gustav Klimt übernimmt gemeinsam mit seinem Bruder Ernst und dem Maler Franz Matsch die Ausgestaltung der Innenräume.
In der sogenannten Erzherzogsstiege, der Feststiege auf der dem Café Landtmann zugewandten Seite des Burgtheaters, finden sich Abbildungen des antiken Theaters in Taormina auf Sizilien und seiner Künstler.
Im Treppenhaus auf der dem Volksgarten zugewandten Seite des Burgtheaters malt Klimt die Schlussszene aus William Shakespeares „Romeo und Julia“ im Londoner Globe Theatre. Diese Feststiege wird „Kaiserstiege“ genannt, weil sie dem Kaiser und Mitgliedern des Hofes vorbehalten war.
Das Gemälde über dem Eingang zum Zuschauerraum stellt eine Szene aus Molières „Der eingebildete Kranke“ dar. Im Hintergrund ist Gustav Klimt selbst in Gesellschaft seiner beiden Kollegen zu sehen. Kaiser Franz Joseph ist von der Arbeit der drei Künstler so begeistert, dass er ihnen das Goldene Verdienstkreuz verleiht.