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    Das Badener Rosarium

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    Schloss Weikersdorf

    Von der Wasserburg zum Schlosshotel

    Das Hotel Schloss Weikersdorf ist eine alte Wasserburg. An der hinteren Seite des Schlosses kann man noch den alten Burggraben sehen. Im Kern aus dem 13. Jahrhundert, wird die Burg vor 1600 im Stil der Renaissance modernisiert. Der prachtvolle Arkadenhof ist Zeugnis dieser Umbauphase. Die Eigentümer von Burg und Herrschaft aus dieser Zeit, die Hager, Reitter, Marschalchs, Khottlers, Stadlers und Bayrs, sind lange vergessen.

    Während der 2. Türkenbelagerung 1683 wird das Schloss schwer beschädigt, 1692 die Kriegsruine verkauft. Der neue Eigentümer Franz Anton von Guarient und Raal, des Kaisers Botschafter beim Sultan in Konstantinopel, lässt das Schloß im barockem Zeitgeschmack sanieren und Teile des Parks direkt vor dem Schloss neu anlegen. Seine Tochter Anna Magdalena und sein Schwiegersohn Salomon von Piazzoni, erweitern den Park um das Orangerieparkett und die Orangerie, deren pavillonartiger Festsaal – genannt Sala Terrena – bis heute erhalten ist.

    Nach dem Tod von Salomon Piazzoni heiratet dessen Witwe im Winter 1742/43 den Freiherrn Carl Hieronymus von Doblhoff-Dier. Auf diesem Weg kommen Schloss und Park an die Familie Doblhoff, deren Namen der Park bis heute trägt.

    1816 lässt der gleichnamige Enkelsohn von Carl Hieronymus Doblhoff den Park dem Geschmack der Zeit folgend in einen englischen Landschaftspark umwandeln, die alten Alleen aus der Zeit das Barock bleiben aber erhalten. Zwar empfinden die Besucher jene als antiquert, aber man schätzt den angenehm kühlen Schatten. Mit dieser Umgestaltung wird der Park auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, denn bis dahin hatten nur ausgewählte Gäste, wie die kaiserliche Familie, Zutritt.

    Nach dem 2. Weltkrieg steht die Gemeinde Baden vor dem Problem, dass der Doblhoffpark zweigeteilt ist. Der nördliche Teil des Parks mit Schloss und Orangerie ist nach wie vor im Besitz der Familie Doblhoff, der Rest des Parks gehört bereits seit 1942 der Gemeinde.

    Es sollte noch etwa 20 Jahre dauern, ehe Baron Heinrich von Doblhoff-Dier das nach dem 2. Weltkrieg und der Besatzungszeit schwer beschädigte Schloss samt Park an die Gemeinde verkauft. Im Juni 1966 ist es dann soweit.

    Nun steht einer ganzheitlichen Sanierung des Parks nichts mehr im Wege. Um den barocken Pavillon, der als letzter Rest der Orangerie erhalten ist, wird 1969 das berühmte Badener Rosarium eröffnet. Schloss Weikersdorf wird zum Schlosshotel umgestaltet und ist unter wechselnden Besitzern bis heute in Betrieb.

    Bild: Arkadenhof Schloss Weikersdorf © Fotos Wolf, GG Tourismus Baden