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    Baden und die Kunst

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    Johann Strauß mal zwei

    Vater und Sohn als Konkurrenten

    Wer Johann Strauß sagt, meint zumeist den Sohn, den berühmten „Walzerkönig“. Und doch kommt es selten vor, dass ein Sohn seinen erfolgreichen Vater im selben Metier noch übertrifft. Zumeist ist der Schatten übermächtig groß.

    Aber der Sohn macht seinem Vater ab 1844 ernsthafte Konkurrenz und übernimmt nach dessen Tod 1849 auch dessen Orchester. Ihren Platz in der Musikgeschichte haben bei inne: der Sohn sichert sich ihn mit dem berühmten Donauwalzer, der Vater mit dem nicht minder berühmten Radetzkymarsch. Jene beiden Stücke, die traditionell das Ende jedes Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker bilden.

    Und beide, Vater und Sohn, haben ihren festen Platz im Badener Musikleben. Johann Strauß Vater musiziert im Kurpark und schreibt 1830 den Walzer „Mein schönster Tag in Baden“. Johann Strauß Sohn dirigiert seine berühmte Operette „Die Fledermaus“ im Stadttheater. Die vielleicht berühmteste Operette aller Zeiten, deren Handlung, so vermutet man, in Baden angesiedelt ist.

    Aber einen Unterschied gibt es: Johann Strauß Vater erhält in Baden posthum ein Denkmal. 1912, im Jahr der Vereinigung der Gemeinden Baden und Weikersdorf, wird das Monument enthüllt, das ihn gemeinsam mit seinem Kollegen und Konkurrenten Joseph Lanner zeigt. Zum Ausgleich wird nach seinem Sohn eine Straße benannt: die Johann-Strauß-Gasse, in unmittelbarer Nähe zur Mozartstraße und zum Carl-Zeller-Weg, ebenfalls nach berühmten Komponisten benannt, die Baden regelmäßige Besuche abstatten.

    Bild: Der große Galopp, Stich von Andreas Geiger nach Johann Christian Schoeller, 1839 © Public domain