Kunst & Kultur Tipp: Der wiederentdeckte Arcimboldo

Im Kunsthistorischen Museum Wien sind derzeit zwei Bilder des um 1527 in Mailand geborenen Barockmalers Malers Giuseppe Arcimboldo zu sehen. Zwei Werke, die zum ersten Mal seit über 400 Jahren einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich sind. Umso spannender im Kontext weiterer berühmter Werke Arcimboldos, die das KHM besitzt. Es handelt sich um zwei Darstellungen der Flora: ganz im Stile seiner berühmten “Kompositköpfe”, zuammengesetzt aus Pflanzen und Tieren.
Dennoch könnten die beiden Gemälde nicht unterschiedlicher sein: das eine, oben zu sehen, repräsentiert die römische Götting Flora. Ein in akribischer Detailarbeit ganz aus Blumen komponiertes Bild. Das andere jedoch trägt den Titel “Flora meretrix”, in Anlehnung an eine Prostituierte gleichen Namens, die im antiken Rom gelebt haben soll. Diese Flora besitzt Haare aus Otkopustentakeln und präsentiert dem Betrachter aufreizend ihre entblößte Brust.

Obwohl zu Lebzeiten berühmt und gefeiert, geraten Arcimboldos Werke bald nach seinem Tod in Vergessenheit. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts kehrt das Interesse an seinen fantastischen Kreationen wieder. Heute gilt Giuseppe Arcimboldo als herausragender Künstler und Wegbereiter eines Teils der Moderne.

Beide Gemälde waren Geschenke des Malers an den Habsburger Kaiser Rudolf II. und befinden sich heute in Privatbesitz.

Hier geht’s zum KHM!

 

 

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