Die Holztrift im Salzkammergut

entscheidend für die Salzgewinnung

Hier sind einige Aspekte, die ihre Bedeutung verdeutlichen: Holztransport für die Salzverarbeitung: Im Sommer wurde Holz in den Berghängen geschlägert und im Winter per Schlitten oder auf “Riesen” (hölzerne Rutschen) ins Tal gebracht.

Im Frühjahr, mit der Schneeschmelze, triftete man das Holz auf dem Wasser talwärts. Da die Bäche nicht immer genug Triftwasser führten, wurden Klausen, das sind Staudämme, die zum Aufstauen des Wassers dienten errichtet. Im Salzkammergut waren dies meist “Steinkastenklausen”. Dabei legte man Rundholzstämme kastenförmig übereinander und füllte die Zwischenräume mit Steinen aus. Diese Klausen hatten Schottertore, um um das Auffüllen des Staubereiches mit Sedimenten zu verhindern. 

Ein Beispiel ist die Chorinskyklause im Weißenbachtal in Bad Goisern. Sie wurde 1819 erbaut und steht als technisches Denkmal unter Schutz. Nach einer Hochwasserkatastrophe wurde sie nun von den Bundesforsten saniert und dient als Waldschule für Kinderprogramme. Die Holztrift war ein beeindruckendes Schauspiel, aber auch ein lebensgefährlicher Arbeitsplatz für die Menschen im Salzkammergut.

Die Gründe für die Errichtung einer Sudhütte in Ebensee lassen sich wie folgt zusammenfassen: Reiche Wälder im Raum Ebensee, die Verfügbarkeit von Holz in der Umgebung von Ebensee spielte daher eine entscheidende Rolle. Einsparung von Lieferkosten für Holz aus dem Weißenbachtal nach Hallstatt: Der Transport von Holz nach Ebensee war wesentlich kostengünstiger als der Weg nach Hallstatt. Entfall des gefährlichen Holztransportes auf der Traun: Durch die Sudhütte entfiel der riskante Holztransport auf der Traun, was sowohl Kostenersparnis als auch den Schutz vor Salzverlusten bedeutete. Holzlagerplätze in günstiger Lage: Die Sudhütte bot geeignete Standorte für die Lagerung von Holz. Diese Gründe trugen zur Errichtung der Sudhütte bei und hatten einen bedeutenden Einfluss auf die Salzgewinnung in der Region.

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder.