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Das Museum Ebensee

befindet sich im ehemaligen Verwesamt, das von 1605 bis 1852 in dem Gebäude existierte. Der Verweser hatte verschiedene Funktionen, darunter die Leitung der Saline, die Verwaltung der Forste, das Bürgermeisteramt, die Polizeikommandantur und die Richtertätigkeit. Das ehemalige Gebäude der Salinendirektion steht unter Denkmalschutz. Renaissancedecken, die beim Umbau 2008 entfernt wurden, sind erhalten geblieben.

Der Schwerpunkt des 1974 eröffneten Museums liegt auf den Themen Salzgewinnung, Salinengeschichte und Forstwirtschaft. Die Ausstellung zeigt die Arbeit in der Saline und im Sudhaus. Ein besonderes Exponat ist ein Stück der hölzernen Rohrleitung, die über eine Entfernung von 40 Kilometern Sole von Hallstatt nach Ebensee transportierte. Holz wurde in großen Mengen für die Befeuerung des Sudhauses benötigt.

Im zweiten Geschoss befindet sich die Ausstellung „Heimat – Himmel & Hölle“, die sich mit dem Thema Migration beschäftigt. Die Zuwanderung ins Salzkammergut begann im frühen 17. Jahrhundert mit dem Zuzug von Holz- und Salinenfachleuten, als die Salzgewinnung in der Ebenseer Saline begann. Ein weiterer Abschnitt der Migration betrifft die Zuwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Emigration aus Glaubensgründen. Letztere betraf etwa die Landler, die Protestanten und die Vertreibung von Juden während der Zeit des Nationalsozialismus

Das Museum präsentiert auch heimatkundliche Themen wie Trachten, Kostüme des Ebenseer Fetzenfaschings und die historische Einrichtung eines Schulklassenraums. Zudem wird das Thema Tourismus seit Beginn des Schilaufs am Feuerkogel dargestellt.

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