Salzarbeit ist Schwerstarbeit
Die Tätigkeiten der Salzarbeiter waren besonders schwer und gesundheitsschädlich. Nach dem Verdampfen des Wassers blieb das kristalline Salz als Rückstand in der Pfanne. Es wurde in feuchtem Zustand von den "Poßlern" in hölzerne Formen zu Fudern gepresst und mit Stösseln festgestampft. Die konischen Salzstöcke, die Fuder, brachten die Fuderträger in Dörrhäuser, wo sie trockneten.
Diese Arbeiten, wie das Be- und Entladen der Salzzillen durch Fuderträger, war besonders anstrengend. Die Fuder hatten ein Gewicht von 115 Pfund, ca. 64,4 kg. Zum Schutz des Kopfes, der Schultern und des Nackens trugen sie lederne Kapuzen, um nicht durch das Salz verätzt zu werden. Die Salzstöcke wurden mit einem Brett als Unterlage auf der Schulter getragen, ein Stock auf der anderen Schulter unterstützte das hintere Ende der schweren Last.
1561 wurde in Hallstatt eine neue Fuderform eingeführt. Das Gewicht stieg von 56 kg bis 1753 auf bis zu 84 kg.
Bis ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts war die Produktion von kegelstumpfförmigen Formsalz, das bei den alpinen Salinen Füderlsalz oder Stöckelsalz genannt wurde, mit einer Stückmasse zwischen 17 kg und 20 kg vorherrschend.
Die Entlohnung der Fuderträger und Pößler, die das nasse Salz in die hölzernen Formen pressten, erfolgte meist am Schluss einer jeden Siedewoche je nach Anzahl der Salzfuder, die gepresst worden waren.