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Die Verladestelle Rathausplatz Gmunden

Die gefahrvolle Reise des weißen Goldes

Dieser Stich aus dem 19. Jahrhundert zeigt die Verladestelle in Gmunden, dem heutigen Rathausplatz. Fuderträger entladen die Salzschiffe aus Ebensee, die unter anderem vom Dampfschiff Gisela nach Gmunden geschleppt wurden. Die Fuder, bis zu 60 kg schwer, wurden in Gmunden zerkleinert und das trockene Salz in Küfel, die ein Fassungsvermögen von ca. 6,9 kg Salz hatten, zum Weitertransport auf der Traun abgefüllt.

Schwerstarbeit Fuderträger

 Der Raddampfer Sophie und der Salztransport

Beladung der Pferdeeisenbahn mit Küfel

Aus der ältesten Industrielandschaft Österreichs, dem Salzkammergut, kommt jener Exportschlager, der bis ins 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Industriegütern des Landes Oberösterreich zählt: Salz. Und weil das weiße Gold so wertvoll und im täglichen Leben als Konservierungsmittel unverzichtbar ist – gleichsam der heutige Kühlschrank – sichern sich die Habsburger von Beginn den alleinigen Zugriff.

Die Salzabbau- und Verarbeitungsgebiete werden Bestandteil der kaiserlich-habsburgischen Hofkammer. Der Name „Camergut des Salzes“ taucht erstmals 1524 auf, seit 1656 heißt das Gebiet von Ebensee bis nach Obertraun „Salzkammergut“.

Bis ins 13. Jahrhundert wird Salz in mühevoller Handarbeit aus dem Felsen geschlagen. Aber dann revolutioniert eine neue Technik den Abbau des weißen Goldes: Man löst nun das Salz mittels Wasser aus dem Gestein und leitet die salzhaltige Flüssigkeit, die Sole, über Rohrleitungen in die Salinen. Dort wird das Wasser in riesigen Gefäßen, den Sudpfannen, durch Verdampfen wieder vom Salz getrennt.

Anschließend beginnt der weite und mühsame Transport des Salzes von den Herstellungsorten zu den Märkten, den Verbrauchern. Und da es im Mittelalter noch kaum befestigte Straßen gibt, wird die wertvolle Fracht auf den Flüssen per Schiff transportiert.

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