Zurichten der Laden
Aus Stämmen werden Bretter
Die Bretter, auch Laden genannt, für den Schiffskörper wurden mit der langen Hacke hergestellt. Dazu waren schön gewachsene Stämme nötig, die sich gut spalten ließen. Sie wurden etwa alle 40 cm durchbohrt und mittels Keile gespalten, sodass zwei Baumhälften entstanden. Mit der Breithacke wurden die gewonnenen Hälften geglättet, mit der Schnitzhacke die Ränder, die später die Fugen zum Abdichten mit Moos bilden sollten, abgeschrägt.
Der Holzverbrauch war bei dieser Arbeitsweise groß. Als die Wälder bald nicht mehr genügend Holz für die Pfannhäuser liefern konnten, versuchte man schon im 17. Jahrhundert mit Drei-Mann-Zugsägen oder in Sägewerken geschnittene Laden herzustellen. Dies bedeutete eine wesentlich bessere Ausnützung der Stämme und geringeren Holzverbrauch.
Allerdings geschah dies gegen den Widerstand der Schiffleute. Sie behaupteten, die aus Sägebrettern gebauten Schiffe würden wegen der rauen Oberfläche nicht so gut „rinnen“, gemeint ist damit wohl, dass sie langsamer waren. Als Grund gaben sie die rauhe Sägeoberfläche der Bretter an, die mit den Hacken zugerichteten Laden seien eben glatter.