Aufbiegen von Bug und Heck

Aufbiegen von Bug und Heck

Form folgt der Funktion und den Bedingungen

Um Bug und Heck nach oben zu biegen, wurden die Bodenbretter mit Steinen beschwert und mit Winden nach oben gebogen. Gleichzeitig, um die Biegung zu fixieren, wurden die Seitenwände mit dem aufgebogenen Bug und Heck mit Holznägeln fest verbunden. Dadurch wurde ein hohe Formstabilität erzeugt. Der vordere Teil der Schiffe, „Kranzling“ genannt, verschmälerte sich und lief schnabelartig und aufgebogen zusammen, eine hauptsächlich mit Rücksicht auf die Durchfahrt durch Wehren und den Traunfallkanal bedingte Konstruktion. 

Die spezielle aufgebogene Bug- und Heckform war bei Niedrigwasser entscheidend, um über Schotterbänke trotz Grundberührung hinweg zu fahren. Auch das Anlegen wurde dadurch erleichtert, da dies das direkte Auflaufen am Ufer möglich machte. Dies erleichterte das Be- und Entladen des Schiffes. Mit einem geraden Bug wäre weder die Überwindung von Untiefen, die Durchfahrt von Wehren und des Traunfall Kanals noch das Anlegen direkt am Ufer möglich gewesen.

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