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Der Salztransport von Stadl zur Donau

Neue Herausforderungen

Ab Stadl veränderte sich das Flussgerinne der Traun völlig. Die Traun floss nun in einem breiten Flussbett mit vielen Nebenarmen und war ab hier wesentlich seichter. Deshalb musste in Stadl die Fracht der aus Gmunden kommenden Schiffe auf 22 Zillen aufgeteilt werden: Eine Siebnerin war nun nur mehr mit 2.880, eine Sechserin mit 2.160 Küfel beladen.

Für die Abfuhr des Salzes standen in Stadl zu Beginn der jährlichen Salzschifffahrt am 19. März, dem Josefitag, über 200 Sechser- und Siebenerzillen bereit.

Jährlich wurden etwa 40.000 t Salz auf rund 2.300 Schiffsladungen abtransportiert. 22 Mannschaften, auch Böden genannt, mit je 10 Mann Besatzung wie dem Nauführer, Steurer, Mehringer und Knechte führten täglich 22 Zillen nach Zizlau.

Früh am Morgen, nach dem Besuch der Messe und der Bitte um eine sichere Fahrt – die Schiffer durften ja nicht schwimmen können – begann die wegen der Untiefen der Traun gefürchtete Fahrt. Am Nachmittag erreichte man Zizlau und noch am selben Tag machten sich die 220 Stadlinger Schiffleute auf den 42 km langen Rückweg nach Stadl, den sie zu Fuß in ihrem schweren Schuhwerk in fünf bis sechs Stunden bewältigen.

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