Adalberokelch

Adalberokelch

Der größte Schatz von Stift Lambach

Nur noch die Cuppa (Schale) stammt aus der Entstehungszeit des Kelches aus dem 12. Jahrhundert. Die Schale ist mit Gravierungen reich geschmückt. Es gibt vier Bildfelder, die auf einem sogenannten Dreiberge, ein Hügel mit drei Wölbungen, stehenden Säulchen mit wulstförmigen Kapitellen, der obere Abschluss einer Säule, gegliedert und durch Segmentbögen, ein Bogentyp mit einem Kreisbogen von weniger als 180 Grad, miteinander verbunden sind.

Das erste Bildfeld zeigt den Erzengel Gabriel, der Bote Gottes, der in laufender Haltung, mit erhobener rechter Hand, Maria die frohe Botschaft überbringt. Auf dem Bogen über ihm sind die Worte Ave-Maria plena gratia (Gegrüßt seist Du, Maria, voll der Gnade) zu lesen.

Im zweiten Bildfeld sitzt die Muttergottes nach rechts gerichtet, aber mit dem Kopf nach links, dem Engel zugewandt. In der linken Hand hält sie zwei Blätter. Auf dem Bogen stehen die Worte Ecce ancilla domini fiat mihi (Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort).

Im nächsten steht der Heilige Johannes Evangelist, einer der vier Evangelisten (Markus, Matthäus, Lukas, Johannes), der Lieblingsjünger von Jesus und Verfasser der Johannesbriefe und der Offenbarung. Auf dem Bogen erkennt man die Worte: Sanctus Johannes Ewangelista Domini (Heiliger Johannes, Du bist der Evangelienschreiber des Herrn).

Im vierten kann der Betrachter den stehenden Heiligen Kilian im bischöflichen Ornat erkennen. Hier sind unten die Worte Sanctus Khilianus Episcopus et martyr (Heiliger Kilian, Bischof und Märtyrer) zu lesen. Im Bogenzwickeln auf geputztem Grund sind die vier Symbole der Evangelisten zu erkennen. Matthäus wird mit einem Menschen, Markus mit einem Löwen, Lukas mit einem Stier und Johannes mit einem Adler dargestellt.

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