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    Das Weltkulturerbe Wachau

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    Die Wachau ist eine in weiten Teilen vom Weinbau dominierte Kulturlandschaft, die von Menschen geformt und geprägt wurde. Die Struktur der Weinbauterrassen, die Trockensteinmauern und die vielen ortsbildprägenden Gebäude, wie Stifte, Burgen und Lesehöfe, bilden den unverwechselbaren Charakter der Wachauer Welterbe-Landschaft. Natürliche Landschaftsformationen und von Menschen gestaltete Elemente ergänzen einander nicht nur in stimmiger, für das Auge der Betrachter in wohltuender Weise, sondern bieten Fauna und Flora abwechslungsreiche Lebensräume. So etwa in der Aulandschaft Pritzenau zwischen Rührsdorf und Rossatz.  Ausgerechnet hier sollte in den 1970er Jahren ein Wasserkraftwerk entstehen, ein Vorhaben, gegen das sich in der lokalen Bevölkerung bald heftiger Widerstand regte.

    Tatsächlich konnte der Bau des Kraftwerks verhindert werden und in den folgenden Jahrzehnten wurden im Gebiet zwischen Rührsdorf und Rossatz Teile der Donaulandschaft wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Dazu verband man Altarme der Donau wieder mit dem Hauptstrom und schuf so neuen Lebensraum für beinahe in Vergessenheit geratene Donaufische, wie Nase und Huchen, und viele andere Tierarten, wie etwa den Flussuferläufer und den farbenprächtigen Eisvogel.

    Zusätzlich wandelte man mehrere Hektar Obstfläche in Auwald um und schuf Stillgewässerbereiche, Buchten und kleinräumige Uferstrukturen. Ähnliche Projekte wurden und werden auch in Grimsing bei Emmersdorf sowie bei Schönbühel und Aggsbach Dorf realisiert. In direkter Nähe zu den Auwäldern befinden sich zahlreiche Marillengärten, welche Rossatz-Arnsdorf zur größten Marillenanbaugemeinde Österreichs machen.

    Mit Unterstützung von Land und Europäischer Union (LEADER).

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