mit dem link Button >>>
direkt zum Blog von Fabian Sindelar
Buchempfehlungen von Fabian Sindelar
auf Deutsch und Englisch für den Sommer 2026
Travel Writing & Reisetagebücher
Reisetagebücher wurden bereits im alten Griechenland geführt. So schrieb etwa Aristoteles über die Eindrücke und Menschen, denen er an unterschiedlichen Orten begegnete.
Besonders im 19. Jahrhundert nach den napoleonischen Kriegen - einer relativ friedlichen Zeit in Europa, in der bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts viel gereist wurde (einen Reisepass, wie wir ihn heute kennen, brauchte man noch nicht) - führten viele SchriftstellerInnen Reisetagebuch.
Heute sind Reisetagebücher und die damit verbundenen Eindrücke eher in Vergessenheit geraten. Denn wer heute auf Urlaub ist, postet seine Erlebnisse auf Instagram oder erstellt TikTok-Reels.
Doch vor Kurzem gelang es in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Außenministerium, Kulturforen und Botschaften, ein Buch zusammenzustellen, in dem 19 österreichische AutorInnen über ihre Reiseerlebnisse berichten.
Der Stoff aus dem die Sätze sind: Österreichische Autor:Innen unterwegs in der Welt
Die 19 Geschichten bekannter AutorInnen lesen sich teils wie Kurzgeschichten oder Anekdoten, bieten aber auch Denkanstöße zu Themen an, denen man beim Reisen begegnet. Dazu gehören große Fragen wie Zugehörigkeit oder „Fremdsein“, aber es werden auch ganz einfache Momente beschrieben: das Warten auf einen verspäteten Zug oder die Ruhe an einem weit entfernten Ort. Jede Kurzgeschichte spiegelt die individuelle Stimme der SchriftstellerInnen wider und macht Lust aufs Reisen.
Luftschacht Verlag,
185 Seiten, € 19,-
Was es braucht in der Nacht
von Laurent Petitmangin
Übersetzt aus dem Französischen ist Petitmangins Roman ein zeitgenössisches Familiendrama: Vater, Mutter und zwei Söhne. Doch die Mutter stirbt, als die Söhne Fus und Guillou sieben und zehn Jahre alt sind. Der Vater übernimmt Erziehung, Haushalt und Arbeit. Einige Jahre lang glaubt er, dass alles gut läuft. Seine Söhne sind sein ganzer Stolz. Doch Fus wird in der Schule immer schlechter und kann später nicht in Paris studieren. Und dann rutscht er in rechtsextreme Kreise ab. Petitmangin beschreibt auf eindringliche Weise, was mit jungen Männern passieren und schieflaufen kann, wenn Strukturwandel, Nationalismus und Armut die Oberhand gewinnen. Gleichzeitig zeigt er die unumstößliche Liebe eines Vaters zu seinen Söhnen.
dtv Verlag,
160 Seiten, € 20,-
Hotel Love
von Petra Piuk
Männer und KI regieren die Welt. Eine Männerpartei ist an die Macht gekommen, und über Nacht werden alle Frauenrechte abgeschafft. Eine neue, vermeintlich perfekte Familie wird eingeführt: ein Mann, die Kinder und die Roboterehefrau.
Roman ist von seiner Exfreundin Julia besessen und erschafft seine Roboterfrau nach ihrem Vorbild. Doch bald zeigt sich, dass Roboter-Julia keine perfekte Kopie seiner Ex ist. Die Androidin versucht – in bester Absicht – herauszufinden, was Roman unter Liebe versteht, reflektiert sein Verhalten und imitiert seine Emotionen. Fehlverhalten und Störungen sind vorprogrammiert.
Piuks Science-Fiction-Roman ist wohl die österreichische Antwort auf „Der Report der Magd“. Gleichzeitig verbindet sie schonungslosen Humor mit einem sehr ernsten und leider auf mehreren Ebenen hoch relevanten Thema.
Leykam Verlag,
256 Seiten, € 26,-
In Memoriam
Deutsch: „Durch das Große Feuer“
by Alice Winn
England is magic. Sidney Ellwood and Henry Gaunt study at Cambridge University. They read Tennyson. They read The Iliad and The Odyssey. They drink on the rooftops of their beloved university and discuss philosophy until sunrise. Soon, they realise they are more to each other than just best friends.
But it’s 1914. World War I breaks out, and the world they have known no longer exists. Henry enlists as one of the first young men to fight for England. Sidney follows soon after, afraid of losing his best friend. On the front lines, their relationship deepens. They find fragile and precious love in the madness of the war, knowing that their lives can be sniffed out at any moment.
Winn’s novel feels more relevant than ever. It tells the story of a promising future for Europe, destroyed by the decisions of a few ignorant men willing to sacrifice an entire generation. Amid industrialised warfare and chaos, two men find love and fight to survive for each other.
Random House,
400 pages, € 20,-
This Immortal Heart
by Jennifer Saint
Saint is known for her feminist retellings of Greek mythology, and this year she returns with another, focusing on perhaps the most famous of the Olympian gods: Aphrodite, the goddess of love. Saint explores the myths and legends surrounding Aphrodite, her relationships with lovers (and haters), and not least her longest and most complicated love affair with Ares, god of war.
As with Saint’s other acclaimed novels, Ariadne, Elektra, Atalanta and Hera, readers can expect a vivid and nuanced story of a divine woman who is far more than just a pretty face (some say the prettiest), but a complex character, often wronged and misunderstood.
Penguin Putnam,
368 pages, € 27,-