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Die Dampfpumpe kehrt zurück

„Ein lebendiges Zeugnis unserer Industriekultur...“  Andreas Murray

Die historische Dampfpumpe kehrt zurück – ein Stück Industriekultur in neuem Glanz hat ein neues Zuhause vor dem Tourismusbüro Gmunden gefunden.

„Die Dampfpumpe ist ein lebendiges Zeugnis unserer industriellen Entwicklung“, sagt Andreas Murray, Geschäftsführer des TVB Traunsee-Almtal. Geplante Führungen sollen Besuchern diese Epoche näherbringen.
Einst unverzichtbar für Gmundens Wasserversorgung, erzählt die restaurierte Dampfpumpe nun die Geschichte der regionalen Industriekultur. Initiiert wurde das Projekt von Helmut Danzer und Peter Trieb, während Hans Wegneder die historischen Hintergründe aufarbeitete.
Lange war Gmundens Wasserversorgung unsicher – das „Heilige Bründl“ lieferte zwar gutes Trinkwasser, doch in Trockenzeiten versiegte die Quelle.
1892 entstand mit der „Erzherzogin Marie Valerie Wasserleitung“ eine moderne Lösung: Die Wiener Firma Karl Freiherr von Schwarz errichtete in Rekordzeit ein Wasserwerk, in dem die heute ausgestellte Duplex-Dampfpumpe jährlich über 102.000 Kubikmeter Wasser beförderte.
1904 begann die Umstellung auf elektrische Energie, doch die Dampfpumpe blieb bis 1954 in Betrieb. Ihr letztes Anheizen nach sieben Jahren Stillstand markierte das Ende einer Ära. 1968 wurde das Wasserwerk endgültig stillgelegt.
Mit einer Förderleistung von 75 Litern pro Sekunde versorgte das Werk Gmunden bis hinauf zum Kalvarienberg. 1899 waren bereits 424 Häuser mit Wasseranschlüssen ausgestattet – ein Meilenstein für die aufstrebende Kurstadt.
Zum Dank für den erfolgreichen Bau schenkte die Firma Freiherr von Schwarz Gmunden den Brunnen am Franz-Josef-Platz. Heute erinnert die Dampfpumpe an eine Zeit, in der Ingenieurskunst und Fortschritt das Leben nachhaltig verbesserten.

und hier geht´s zur WebApp Industriekultur des Tourismusverband Salzkammergut, Destination Traunsee-Almtal

https://beyondarts.at/app/industriekultur/

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